Einsatzkräfte ziehen Bilanz

Zwischenfall in Münchner Biergarten vor EM-Spiel - Fan später im Stadion festgenommen

Die Feuerwehr München zieht ein positives EM-Fazit.
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Die Feuerwehr München zieht ein positives EM-Fazit.

Vier EM-Spiele fanden in der Münchner Fußball-Arena statt. Zahlreiche Polizisten und Einsatzkräfte sorgten dabei für einen reibungslosen Ablauf. Jetzt ziehen sie Bilanz.

München - Die EM* ist vorbei. Zumindest, was die Münchner Polizei und Feuerwehr angeht. Mit dem Viertelfinalspiel Belgien gegen Italien am Freitagabend war die Münchner Arena* in Fröttmaning das letzte Mal Schauplatz für ein EM-Spiel 2021. Zeit also, Bilanz zu ziehen.

EM 2021: Mehrere Zwischenfälle vor dem Spiel Belgien gegen Italien

Für die Münchner Polizei* war das letzte EM-Spiel noch einmal mit reichlich Arbeit verbunden. Dabei ging es allerdings gar nicht so sehr um das Spiel selbst - zumal lediglich jeweils 1500 Fans jeder Mannschaft angereist waren. Besonders im Vorfeld der Partie mussten die Ordnungshüter mehrmals einschreiten. Es kam sogar zu Verletzten. Bereits am Nachmittag tummelten sich die Fans beider Lager in der Landeshauptstadt. Besonders viel Radau machten dabei die belgischen Fans im Biergarten in der Arnulfstraße. Hier zündeten die Anhänger der Roten Teufel pyrotechnische Gegenstände, schreibt die Polizei in ihrer Pressemitteilung.

Als die Beamten gegen 17.30 Uhr diesbezüglich einen 30-Jährigen festnehmen wollten, kam es zu Ausschreitungen. Der Belgier widersetzte sich der Festnahme, und seine Freunde solidarisierten sich mit ihm. Sogar ein Masskrug wurde in Richtung der Beamten geworfen. Dieser traf einen unbeteiligten Fan am Kopf. Er wurde dabei verletzt. Erst später im Stadion konnte ein tatverdächtiger 26-Jähriger festgenommen werden. Gegen ihn wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Der 30-Jährige im Biergarten muss sich ebenfalls wegen Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte verantworten.

Mit Bussen wurden dann rund drei Stunden vor dem Spiel etwa 700 belgische Fans von der Arnulfstraße am Münchner Hauptbahnhof* ins Stadion gefahren. Etwa zwei Stunden vor dem Spiel wurde hier ein 29-jähriger Belgier festgenommen, weil er einen etwa tennisballgroßen Stein auf die Beamten geworfen hatte. Auch er muss sich jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung sowie tätlichem Angriff auf Vollstreckungsbeamte verantworten.

Belgiens EM-Traum zerplatzt im Viertelfinale (Video)

EM 2021: Die Münchner Feuerwehr konzentriert sich schon auf die nächste Aufgabe

Für die Münchner Feuerwehr* gab es laut ihrem Pressebericht am Freitagabend nicht viel zu tun. Dank intensiver Vorbereitungen verliefen alle Spieltage ruhig. „Die Fans waren bis auf wenige Fans fröhlich und diszipliniert.“ Nur beim Spiel Deutschland gegen Ungarn waren sie besonders gefordert. Hier mussten die Helfer zu rund 800 Einsätzen ausrücken. Grund war allerdings nicht das Fußballspiel, sondern das heftige Gewitter.

Die Feuerwehr bedankt sich in ihrer Meldung auch bei den 1800 Einsatzkräften aller Hilfsorganisationen für ihre Mithilfe. Man war immer für alle möglichen Eventualitäten gerüstet. Beendet haben die Floriansjünger ihren Text mit dem Sepp-Herberger-Zitat „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“. Schon jetzt bereiten sich die Helfer auf die Euro 2024 vor. Dann sind die Fußballnationen Europas und ihre Fans wieder zu Gast in München. (tel) *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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