Polizei wieder mit 1500 Kräften im Einsatz

Ticket-Wahnsinn um EM-Viertelfinale in München - Horrende Preise auf Online-Portalen

Die Münchner Arena während des EM-Spiels Deutschland gegen Ungarn.
+
Die Münchner Arena während des EM-Spiels Deutschland gegen Ungarn.

Auch ohne die DFB-Elf bleibt Europa im EM-Fieber. So auch in München, wo das Viertelfinale zwischen Italien und Belgien steigt. Horrende Ticketpreise sind eine Begleiterscheinung.

München - Das Leben geht weiter, so wie die Fußball-Europameisterschaft* – auch ohne die deutsche Nationalmannschaft. Am Freitagabend (21 Uhr) treffen im zweiten EM-Viertelfinale Italien und Belgien aufeinander. Das Duell der beiden Favoriten steigt in der Münchner Arena*. Nach den drei Vorrundenspielen der DFB-Elf ist es die erste Partie dieser EM ohne deutsche Beteiligung in München*. Und die Begleitumstände rund um dieses Spiel sind der Wahnsinn.

Horrende Preise im Internet: Bis zu 1248 Euro pro Ticket

Zumindest, was den Blick auf die Ticketpreise angeht. Eintrittskarten für den Kracher gab es selbst am Donnerstag noch zu kaufen. Natürlich nicht auf den offiziellen Seiten von UEFA oder den Verbänden. Die 14 500 Tickets sind schon lange vergeben. Auf diversen Online-Plattformen wurden aber noch mehrere hundert Karten angeboten – zu unverschämt hohen Preisen. Von 301 bis 1248 Euro pro Ticket reichte die Preisspanne. Zum Vergleich: Die teuerste Kategorie 1 wurde ursprünglich für 225 Euro angeboten.

„Verbraucher sollten darauf achten, dass die E-Tickets über die offizielle UEFA-Plattform wie die UEFA-App übertragen werden können“, teilt die Verbraucherzentrale Bayern auf Nachfrage mit. Bei Privatverkäufen sei ein Indiz für einen seriösen Anbieter auch, dass der Name auf dem E-Ticket mit dem des Verkäufers übereinstimmt.

2000 Fans pro Fanlager aus Italien und Belgien erwartet

Rund 2000 Fans werden pro Fanlager aus Italien und Belgien im Stadion erwartet. Ansonsten sind wohl viele Deutsche in der Arena. Der Ablauf sei gleich wie bei den Deutschland-Spielen, heißt es aus Kreisen der Organisatoren. Lediglich eine Choreografie, wie sie bei den drei Vorrundenspielen zu sehen war, wird es nicht geben. Die belgischen Fans werden in der Südkurve untergebracht, die italienischen in der Nordkurve.

Die Polizei geht nicht davon aus, dass es in der Stadt zu großen Ansammlungen kommt. Auch, wenn ein paar italienische Fans ohne Ticket in München erwartet werden dürften. „Auf potenzielle Fanmärsche legen wir den Fokus, die möchten wir nicht haben“, sagt Pressesprecher Andreas Franken. Dafür kooperiert die Münchner Polizei wieder mit szenekundigen Beamten aus den anderen Nationen: sechs aus Belgien, vier aus Italien. Allergisch reagieren die Beamten zudem auf Pyrotechnik und Bengalos. Insgesamt werden wieder 1500 zusätzliche Einsatzkräfte unterwegs sein. Praktisch, denn so kann später am Abend auch die Freiluft-Partyszene kontrolliert werden. PHILLIP PLESCH - *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant

Kommentare