Kulturreferent lehnt das Projekt ab

Endgültig: Aus für Kunstpark Nord

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2004 stellte Mathias Scheffel das KPN-Modell vor: „Es ist zeitlos“, sagt er heute

Die Idee vom Kunstpark Nord (KPN) gab es für Fröttmaning schon vor der Allianz Arena, vor der BMW-Gebrauchtwagenniederlassung, vor dem Hornbach-Markt.

Immer mal wieder tauchte sie kurz aus der Versenkung auf – aber jetzt ist Schluss: Nächsten Donnerstag wird der ewige Plan vom Stadtrat beerdigt.

In der Anfangseuphorie wollten die Hallenbetreiber Mathias Scheffel und Wolfgang Nöth das 370 000-Quadratmeter-Vergnügungsareal wenigstens teilweise schon zur WM 2006 fertig haben. Gegenwärtig sieht es so aus, als könne die Bebauung frühestens 2012 gestartet werden, wenn das Deutsche Theater sein Übergangsquartier dort abbricht. Zu spät für die dringend benötigten Ateliers, die die Stadt im Hallen- und Clubzentrum unterbringen wollte. Kulturreferent Hans-Georg Küppers will sich lieber zügig anderswo umsehen: Dem restlichen KPN versetzt er damit den Todesstoß.

Mathias Scheffel ist „enttäuscht“. Zwar räumt er ein, dass „die Verzögerungen auch an uns lagen, weil es zwischendurch Schwierigkeiten mit der Finanzierung gab.“ Ausgerechnet jetzt aber, wo ein Investor für das 26-Millionen-Projekt gefunden sei, blase die Stadt das Unternehmen „ohne Rücksprache mit uns ab“. 250 000 Euro hätten er und Nöth schon ­ausgegeben: „Ich wüsste gern, ob wir davon was wiedersehen.“

Solche Risiken lägen immer beim Betreiber, so Silke Pesik, Sprecherin des Kommunalreferats, das die Angelegenheit bisher betreute: Das Areal gehört der Stadt. Auch damit gab es Probleme: Der Direktverkauf konnte wegen neuer EU-Vorschriften nicht durchgeführt werden, ein Ausschreibungsverfahren wurde abgebrochen.

Die CSU hatte schon protestiert, als die Stadt im Gegenzug für „das Kreativquartier“ im KPN eine Million Euro Zuschuss in Aussicht stellte. Jetzt beantragte Stadtrat Richard Quaas, den KPO „zu den Akten zu legen und das Areal zu marktüblichen Preisen zu verkaufen“.

Kulturreferent Küppers erkennt eine Tendenz „hin zur zentrumsnah und szeneviertelorientierten Clubkultur“. Scheffel widerspricht: „Der Bedarf an Hallen ist da, auch in zwei Jahren noch.“ Die Elserhallen werden abgerissen, das Optimolgelände bleibt nur noch zwei Jahre.

B. Wimmer

Quelle: tz

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