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Energie-Krise in München: Stadtwerke drehen Saunen den Saft ab - alle zehn Anlagen ab August geschlossen

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Von: Sascha Karowski

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Unterschiedliche Farblichter in der Sauna wirken belebend, stimmungsaufhellend oder beruhigend. Farbwechsler gibt es z. B. in den Saunen im Prinzregentenstadion oder im Michaelibad.
Auch die Sauna im Prinzregentenstadion wird geschlossen. © SWM/Kerstin Groh

Ab August können Münchner nur noch draußen schwitzen: Die Stadtwerke München (SWM) schließen alle zehn Saunen. Grund ist die aktuelle Energiekrise. Aber für Frühschwimmer gibt es auch gute Nachrichten.

München - Die Stadtwerke München (SWM) drehen weiter den Gas-Hahn runter: Ab 1. August werden alle zehn Saunen der Münchner Bäder vorübergehend geschlossen. Grund ist, dass auch die SWM zum Energiesparen gezwungen sind. Weil auch die Anlage im Westbad schließen muss und dort der Saunapreis in der Tageskarte inkludiert ist, sinken dort die Eintrittspreise auf sechs und ermäßigt auf vier Euro. München-Pass-Inhaber zahlen 3,70 Euro.

Energie-Krise in München: Stadtwerke haben bereits die Temperaturen in den Becken reduziert

Bereits seit 21. Juni setzt die Stadttochter Maßnahmen um, um angesichts der weiter gesenkten Gasliefermengen via Nordstream 1 den Verbrauch zu senken. In den Freibädern, in den beheizten Außenbecken der der Hallenbäder sowie im einzigen noch gasversorgten Hallenbad, Michaelibad, sind seither die Mindesttemperaturen gesenkt.

Gleichzeitig wollen die Bäder Sorge tragen, dass nicht die Wassertemperatur Personen vom Schwimmenlernen abhält oder Kinder abschreckt, die sich ans Wasser gerade erst gewöhnen. Daher wird die Temperatur der Lehrschwimmbecken von aktuell 29 auf lediglich 28 Grad gesenkt. Die Kinder-Plantschbecken hängen jeweils badspezifisch an verschiedenen Kreisläufen – wo möglich, bleiben die Temperaturen dort bei 32 bis 34 Grad in den Hallenbädern, im Freien bei 28 Grad.

Stadtwerke München schließen Saunen: Dafür können Frühschwimmer bereits ab 7 Uhr ins Schyrenbad

„Wir haben die Optionen nach dem Maßstab bewertet, den Besuchern weiter die Möglichkeit zu geben, in unseren Bädern Schwimmen zu lernen, sich zu entspannen und sich fit zu halten – und gleichzeitig der aktuellen Lage gerecht zu werden“, sagt die Bäder-Chefinnen Nicole Gargitter und Clara Kronberger. „Wie sich die Situation zum Herbst und Winter hin entwickelt, beobachten wir natürlich weiter und entwickeln mit unserem Team entsprechende Handlungsmöglichkeiten.“

Durch die vorübergehende Schließung der Saunen wird derweil aber genügend Bäder-Personal frei, um im August das Frühschwimmer-Angebot im Schyrenbad wieder zu ermöglichen: Vom 1. bis 31. August öffnet das Bad Montag bis Freitag bereits um 7 Uhr.

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