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Energiekrise: München OB Reiter will AKW Isar 2 weiterlaufen lassen

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AKW und Dieter Reiter
Münchens OB Dieter Reiter setzt sich für einen vorläufigen Weiterbetrieb des AKW Isar 2 ein. © Wolfgang Maria Weber/Rolf Poss/Imago

Der Münchner OB Dieter Reiter will angesichts der Energiekrise das Atomkraftwerk Isar 2 bis 2023 weiterlaufen lassen. Es sollte Ende 2022 vom Netz gehen.

München - Der Ukraine-Krieg tobt weiter und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) plädiert angesichts der Energiekrise für eine längere Laufzeit des Atomkraftwerks Isar 2. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke habe ihn aufgefordert, bei der Bundesregierung die gesetzlichen Voraussetzungen für einen sogenannten Streckbetrieb einzufordern, teilte der SPD-Politiker mit. Damit könnte der Meiler mit den bestehenden Brennelementen noch bis längstens Mitte kommenden Jahres weiterlaufen. Ein Betrieb darüber hinaus kommt für Reiter nicht infrage. Auch Grüne und SPD setzen sich für einen vorläufigen Weiterbetrieb ein.

Münchens OB Reiter will Isar 2 bis 2023 laufen lassen: Union lehnt Vorschlag ab

Vonseiten der Union wurde der Vorschlag abgelehnt. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte bei einer Klausurtagung im oberfränkischen Kloster Banz, ein Streckbetrieb würde keine Vergrößerung der gewonnenen Strommenge bedeuten - und sei damit nutzlos.

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CDU-Chef Friedrich Merz sagte im Kloster Banz, der Streckbetrieb mache nur dann Sinn, wenn die gewonnene Zeit dazu genutzt werde, über den Winter neue Brennelemente für eine verlängerte Laufzeit zu beschaffen. Frankreich gelinge es, Brennstäbe für mehr als 50 Kernkraftwerke zu besorgen. Die Frage sei, ob Deutschland dies für drei Anlagen gelänge. „Technisch geht es, juristisch ist es möglich, politisch muss es gewollt werden“, sagte Merz. „Ob mit oder ohne Streckbetrieb ehrlich gesagt ist mir wurscht. Die Dinger müssen weiter laufen.“

Energiekrise: AKWs sollen länger laufen

Isar 2 ist eines von drei noch in Betrieb befindlichen Atomkraftwerken in Deutschland. Zum Jahresende sollen sie vom Netz gehen. Derzeit wird heftig darüber debattiert, sie wegen der angespannten Energiesituation länger laufen zu lassen. Neben der Union macht sich auch die FDP dafür stark. Deren Koalitionspartner SPD und Grüne lehnen dies ab. Das Bundeswirtschaftsministerium will allerdings in einem weiteren Stresstest die Stromversorgung unter verschärften Bedingungen prüfen. (dpa)

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