Deutliche Reaktionen auf Facebook

Neu-Münchner lädt zu Treffen im Englischen Garten ein - hüllenlos

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Ungewöhngliches Facebook-Treffen im Englischen Garten. (Symbolbild)

Zu einem nackten Neu-Münchner-Gruppen-Date auf der Schönfeldwiese im Englischen Garten, hat jetzt ein Franzose auf Facebook eingeladen.

München - Zu einem ungewöhnlichen ersten Treffen hat ein jüngst nach München gezogener Franzose auf Facebook geladen. Das berichtet sueddeutsche.de. In einer englischsprachigen Gruppe für Neu-Münchner soll der Franzose Antony demnach die beliebte Schönfeldwiese am Fuße des Monopteros im Englischen Garten vorgeschlagen haben. So weit, so gut. 

Doch bei dem Treffen will der Zugroaste wohl auch gleich von einem recht exklusiv scheinenden Münchner Stadtrecht Gebrauch machen: Er soll die Mitglieder der Facebookgruppe eingeladen haben, ihn im Bereich der Freikörperkultur, kurz FKK, kennenzulernen. Ein nacktes Neu-Münchner-Gruppen-Date also.

FKK in München: An elf Orten dürfen die Münchner der Freikörperkultur frönen

München ist vielleicht die einzige große deutsche Stadt, in der das offizielle Online-Stadtportal einen FKK- und Nacktbadebereich befüllt. Während bei den anderen Städten diese freizügige Angelegenheit in die Unterkategorie Schwimmbäder und Badeseen fällt, hat der Münchner Stadtrat erst kürzlich noch mehr Hüllen fallen lassen: Seit Ende Juni ist der Isarbereich für Oben-ohne freigegeben. Zuvor hatte es laut merkur.de* .de einige Auseinandersetzungen freizügiger Münchner mit der Sittenpolizei gegeben

Dennoch sind auch in München nur gesondert ausgewiesene Bereiche zugelassen. Einer davon ist die Schönfeldwiese. Mit der neuen Aufmerksamkeit aus der Facebook-Gruppe könnte der Bereich künftig zur interkulturellen Hüllenlosigkeit beitragen. 

FKK: Oben ohne im ehemaligen Militärgarten

Die Schönfeldwiese wurde 1789 angelegt. Veranlasst vom pfälzischen Kurfürsten Karl Theodor, in jeder Garnisonsstadt einen Militärgarten anzulegen, in welchen Soldaten landwirtschaftliche Fähigkeiten erlernen und sich erholen sollten. Der Münchner Militärgarten wurde auf der Fläche der heutigen Schönfeldwiese konzipiert und sollte für alle Münchner zugänglich sein. Eine Freizügigkeit, wie sie heute gegeben ist, hatte sich der Kurfürst wohl nicht vorgestellt. 

In den 1970er Jahren haben die sogenannten Blumenkinder der Hippiegeneration jeden Millimeter öffentlich zur Schau gestellter nackter Haut - und jedes Fleckchen Wiese, auf dem ein solcher zu sehen sein durfte - hart erkämpft. Dennoch stößt die Einladung des französischen Neu-Münchners laut sueddeutsche.de in der Facebook-Gruppe auf ambivalente Gefühle. Ein Nutzer soll sich mit einem kotzenden Smiley geäußert haben, ein anderer der internationalen Münchenbewohner soll deutlich gemacht haben, dass er sich in seinem „Adamskostüm“ nur seinen Eltern zeigen würde. 

FKK-Blind-Date erhält auch Zustimmung

Aber auch viel Lob und Zustimmung erhielt Antony. Weshalb davon auszugehen ist, dass das Neu-Münchner-Nackttreffen auch stattfinden wird. „Das ist super, Leute“, unterstützte etwa ein Gruppenmitglied den Vorschlag. Antony selbst soll - ganz im Sinne der 68-Vorreiter - von „Toleranz“ und dem „Abwenden von sozialen Zwängen“ gesprochen haben. 

Aufgrund etwas weniger selbstbewusster FKKler musste in einem Freibad in Bad Tölz hingegen die neu eröffnete Sonnenterrasse wieder geschlossen werden. Das berichtet Merkur*.de.

In einem Schwimmbad in München hat sich ein14-jähriger Schüler an einem Mädchen vergangen. Ein Bademeister wurde auf den Vorfall aufmerksam.

*Merkur.de ist Teild des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks. 

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