Ab dieser Woche hilft private Firma mit

E-Garten: Verstärkung für die Müllabfuhr

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Täglich sammelt sich der Müll im Englischen Garten .

München - Die Müll-Entwicklung im Englischen Garten ist bedenklich. Daher hilft ab dieser Woche eine private Abfallfirma mit, um den Unrat zu beseitigen.

Sie kann es nicht fassen: Als tz-Leserin Helga Odorfer (72) durch den Englischen Garten radelt, sieht sie die Wiese vor lauter Müll kaum noch und denkt sich: „Was sollen bloß die Touristen denken? Der Englische Garten soll doch ein Erholungsort sein!“ Parkchef Thomas Köster sieht die hässliche Entwicklung ähnlich – deswegen wird ab dem 19. Juli sein Team von 60 Leuten von einem privaten Dienst entlastet. Vorgesehen ist hier eine Dauer von sechs Wochen, jeweils an den Wochenenden.

Günther Macht (49) kommt diese Hilfe recht. Er ist seit sieben Jahren für die Pflege im Englischen Garten zuständig und kann bestätigen, dass der Job zurzeit mehr als hart ist: „Wenn’s so warm ist wie momentan, ist’s am schlimmsten.“ Die Müllmenge habe sich in den vergangenen vier Jahren fast vervierfacht. „Damals sind wir einen Monat lang mit einem Müllcontainer ausgekommen, heute müssen wir ihn jede Woche leeren.“

Köster erklärt sich dies so: „Besonders im Sommer kommen viele Touristen und es werden viele Abi-Feten gefeiert. Da bleibt gerne mal vom Pizzakarton, über Coffee-to-go-Becher bis hin zur Bierflasche alles liegen.“ 80 Prozent des Abfalls bezeichnet er als externes Problem: „Die Leute bringen den Müll aus der Stadt hierher, und wir können dann sehen, wie wir ihn entsorgen!“

Dass hier die Abfalleimer an ihrer Kapazität angelangt sind, beweist der herumliegende Müll auf der Wiese um die Eimer. Zur Entlastung setzt Köster jetzt auf zehn weitere Solarmülleimer (sogenannte Big Bellys).

Lena Niewald

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