Englischer Garten: Viel Worte, kein Geld

München - Das Projekt "Englischer Garten" ist nach dem Geschmack von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer. Finanzielle Zusagen kann er aber nicht machen. Dafür sei die Stadt "München" verantwortlich.

Hoffentlich ist das kein schlechtes Omen: Kaum stand Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) am Freitag auf der Fußgängerbrücke über dem Isar-Ring, um sich über das Projekt „Ein Englischer Garten“ zu informieren, da staute sich unter ihm der Verkehr, weil viele Autofahrer angesichts des Promi-Auflaufs auf die Bremse traten! Dabei hatten sich Hermann Grub und Petra Lejeune, die Initiatoren des Projektes, vom Auftritt Ramsauers doch einen Schub erwartet.

Der folgte dann doch noch – allerdings nur in Form von vielen guten Worten. Finanzielle Zusagen wollte Ramsauer nicht machen. „Das lässt die Rechtslage nicht zu. Für den mittleren Ring ist die Stadt München zuständig“, sagte er zunächst, machte am Ende den Initiatoren aber doch noch Hoffnung: Vielleicht lasse sich ja aus einem Topf der Städtebauförderung Geld locker machen.

Auf rund 60 Millionen Euro werden die Kosten für den geplanten, rund 375 Meter langen Tunnel geschätzt, der Nord- und Südteil unserer Grünen Lunge nach 50 Jahren elegant wieder vereinen könnte. Viel Geld – trotzdem halten die Initiatoren und ihre Unterstützer das Projekt für günstig. Weil nicht nur die Verkehrsprobleme gelöst werden, sondern auch eine städtebauliche Wunde geheilt werden.

Für MdB Johannes Singhammer (CSU) hat die Realisierung höchste Priorität. „Erst wenn wir diesen Flaschenhals beseitigt haben, machen ja die 900 Millionen Euro Sinn, die wir beim Petuel- und Richard-Strauß-Tunnel verbaut haben. Bisher steht man ja noch immer im Stau.“

WdP

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