Vier Tage vor Anschlag: Attentäter flog von Düsseldorf nach Manchester

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Petra Lejeune im tz-Interview

E-Garten: Was wurde aus dem Tunnel-Plan?

So könnte ein Tunnel durch den Englischen Garten aussehen.

München - Petra Lejeune (63) kämpft seit drei Jahren mit ihrem Mann  für die Untertunnelung des Isarrings und die Wiedervereinigung des Englischen Gartens. Was wurde aus dem Plan? Die tz sprach mit ihr.

Frau Lejeune, seit drei Jahren kämpfen Sie mit Ihrem Mann Hermann Grub nun schon für die Untertunnelung des Isarrings und die Wiedervereinigung des Englischen Gartens. Und wie schaut’s jetzt aus?

Lejeune: Im Moment sind wir vor allem in Sorge wegen der Überlegungen bei der Stadt, eine neue dritte Fahrspur am Isarring zu errichten. Damit soll das Stauproblem gelöst werden, für unsere Pläne wäre das allerdings verheerend.

Was würde das bedeuten?

Lejeune: Einen massiven Eingriff in den Englischen Garten. Ein weiteres Stück Park würde einfach verschwinden, weil von der Ifflandstraße bis zur Ausfahrt Richtung Dietlindenstraße eine ganze Baumreihe abgeholzt werden müsste. Zum anderen wäre damit unser Projekt stark gefährdet. Wenn die Stadt München und der Freistaat jetzt Geld für eine dritte Spur investieren würden, dann würde dieses Geld später bei der Finanzierung eines Tunnels sicher fehlen.

Wie teuer käme ein Tunnel?

Lejeune: 70 Millionen Euro.

Aber was tun gegen den Dauerstau? Die Autos stehen oft durch den ganzen Richard-Strauß-Tunnel bis zum Leuchtenbergring.

Lejeune: Deswegen schlagen wir vor, auf der bestehenden Fahrbahn die Spuren zu verschmälern. Den kaum genutzten Radweg könnte man problemlos nach rechts in den Englischen Garten verlegen, dann hätte man Platz für eine provisorische dritte Spur ohne Kahlschlag. Das wäre wesentlich billiger als eine feste dritte Spur, deren Realisierung sich über Jahre hinziehen würde. Unser Vorschlag wäre in wenigen Monaten machbar, würde unser Tunnelprojekt nicht gefährden. Das wäre die beste Lösung.

Sie erfahren viel Zuspruch von Prominenten, auch von Politikern wie Alt-OB Vogel. Als Sie vor drei Jahren Ihre Idee erstmals publik machten, dachten Sie jemals, dass das Projekt so eine Dynamik erfahren würde?

Lejeune: Im ersten Moment wussten wir nicht, worauf wir uns einlassen. Aber die Resonanz hat uns Mut gemacht. Die Unterstützung von Unternehmen wie der Allianz-Umweltstiftung mit einer Million Euro hat uns sehr geholfen, so wie auch die Spenden aus der Bevölkerung. Und seien es auch einfach 20 Euro, mit jedem Betrag kommen wir der Verwirklichung unseres Traums ein Stück näher.

Florian Kinast

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