Entfesseltes Klang-Gewitter: Kings Of Leon in der Olympiahalle

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Caleb Followill

München - Trotz der Erkältung von Sänger Caleb Followill haben Kings Of Leon die Olympiahalle zum Brodeln gebracht: die Konzert-Kritik.

Alter Hollywood-Witz: „Wie erklären Sie sich Ihren Erfolg über Nacht?“ – „Mit zehn Jahren harter Arbeit!“ Wenn jetzt also Kings Of Leon mit ihrem neuen Album weltweit auf Platz eins gelandet sind, spielend die Olympiahalle füllen und zum Brodeln bringen, kommt das von – richtig – einem Jahrzehnt Maloche. Die Brüder und Cousins Followill haben stetig, ehrgeizig und unbeirrt von Moden oder Trends an ihrem Südstaaten-Blues-Hardrock gefeilt. Das Ergebnis bewegt sich irgendwo zwischen Led Zeppelin, Lynyrd Skynyrd und den frühen R.E.M, ist also großartig. Bestechend einfach kommen die Lieder daher, die sich stilistisch an großen Vorbildern aus den 70er-Jahren orientieren. Und weil das Publikum instinktiv merkt, dass nichts schwerer ist, als das Einfache gut zu machen, rastet es bei Kings Of Leon regelrecht aus. Sehr zu Recht, denn die vier Herren auf der Bühne präsentieren das vermeintlich Schlichte atemberaubend raffiniert und entfesseln ein Klanggewitter, wie man es nicht allzu oft zu hören bekommt.

Sänger Caleb Followill ist zwar erkältet und bittet auch mehrfach um Nachsicht, aber – um ehrlich zu sein – passt die leicht bröselige Stimme perfekt, und es gibt keinen Grund, sich dafür zu entschuldigen. Im Gegenteil: Wir haben zu danken.

Das war mal wieder ein echtes Rockfest. Übrigens auch wegen der exzellenten Soundanlage, an der sich andere Bands ruhig ein Beispiel nehmen können.

Zoran Gojic

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