Ermittlungen nach Pfefferspray-Einsatz gegen Kind

München - Zur Aufklärung des Polizeieinsatzes gegen randalierende Fans nach dem Drittliga-Spiel FC Bayern II - Dynamo Dresden hat die Münchner Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

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Bei der Schlichtung von Fan-Tumulten waren Beamte am vergangenen Sonntag mit Pfefferspray vorgegangen und hatten dabei auch ein neunjähriges Kind verletzt. Danach wurden Vorwürfe laut, das Kind sei nicht schnell genug versorgt und das Verlangen der Eltern nach dem Einsatzleiter ignoriert worden. Auch würden die Beamten wohl unbekannt bleiben, die den Pfefferspray eingesetzt hatten. Diese per Email verbreiteten Anschuldigungen seien "nicht nachvollziehbar", teilte das Polizeipräsidium München am Donnerstag mit.

Tatsächlich sei das leicht verletzte Kind umgehend von Sanitätern versorgt worden. Die Eltern hätten nach einem persönlichen Gespräch mit dem Einsatzleiter noch im Stadion Anzeige erstattet, die Mutter sei noch an Ort und Stelle als Zeugin gehört worden. Darüber hinaus hätten Beamte, die Pfefferspray einsetzten, dies sofort mitgeteilt. "Sie stehen namentlich fest." Bei den staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen würden die Beteiligten nun vom Kriminaldezernat für Amtsdelikte angehört und alle verfügbaren Videoaufnahmen ausgewertet.

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