Geschäftsleute um 180.000 Euro geprellt

Erst FCB verleumdet, jetzt wegen Betrugs vor Gericht

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Leugnet vor Gericht: Robin B.

München - Im Jahr 2010 hatte er behauptet, der FC Bayern habe ein UEFA-Cup-Spiel 2008 für 50 Millionen Euro verkauft. Jetzt steht Robin B. wegen Betrugs vor Gericht.

Für Schlagzeilen hat Robin B. (35) schon öfter gesorgt. So hatte er vor vier Jahren als „Sonderermittler“ der UEFA den FC Bayern verleumdet. Der Verein habe sich von der russischen Wett-Mafia kaufen lassen. Jetzt muss sich B. wegen einer anderen Geschichte vor Gericht verantworten: Laut Anklage hat er vier Geschäftsleute betrogen, einen um 180.000 Euro!

Im Jahr 2010 hatte der Kroate aus München gegenüber dem Stern  behauptet, der FC Bayern habe das UEFA-Cup-Halbfinalrückspiel gegen Zenit St. Petersburg (0:4) im Jahr 2008 für 50 Millionen Euro verkauft.

Laut Anklage hat „B. im Jahr 2008 beschlossen, seinen Lebensunterhalt durch Betrug zu bestreiten“. Er erzählte, dass er in Kroatien den damals höchsten Militär, ­General Mladen Kruljac, persönlich kenne. Dieser mache Grundstücksgeschäfte im großen Stil. Mit dessen Hilfe ließe sich manches Schnäppchen machen für künftige Hotelanlagen an der Adriaküste. Die „Anzahlungen“ der Anleger soll der Angeklagte laut Staatsanwalt selbst verbraucht haben.

Einen Prozesstermin im vergangenen September ließ B. platzen. Am Donnerstag tauchte er vor Gericht auf. Über seinen Verteidiger Christian Bärnreuther ließ er erklären, dass er nie die Absicht gehabt habe, sich persönlich zu bereichern. Das Geld sei bei General Kruljac, der sitze nun im Knast. Der Prozess geht weiter.

E. Unfried

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