Sdk-Affäre: Münchner Kaufmann vor Gericht

München - Ein 47-jähriger Münchner Kaufmann und ehemalige Funktionäre der Sdk sind angeklagt. Sie stehen im Verdacht, Aktienkurse manipuliert zu haben. In Kürze startet der Gerichtsprozess.

Ein 47-Jähriger Herausgeber eines Börsenbriefs muss sich seit Donnerstag wegen des Verdachts der Manipulation von Aktienkursen vor dem Landgericht München verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Diplom-Kaufmann vor, Aktien von Firmen gekauft und anschließend durch Berichte in seinen Börsenbriefen in die Höhe getrieben zu haben. Kurz nach den Veröffentlichungen soll er die Aktien mit Gewinn verkauft und dadurch viel Geld verdient haben. Insgesamt spricht die Anklage von Marktmanipulation in 165 Fällen.

In einen Teil davon sollen auch ehemalige Funktionäre der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) sowie ein anderer Börsendienst-Herausgeber verwickelt sein. Die Vorwürfe gegen sie wurden aber abgetrennt. Der Prozess gegen sie soll in Kürze beginnen, Termine stehen aber noch nicht fest. Die Angeklagten sind bereits seit dem Jahr 2008 im Visier der Ermittler. Damals wurde bekannt, dass der frühere SdK-Vize Markus Straub öffentlich angebliche Bilanztricks bei dem Bezahldienstleister Wirecard angeprangert und zugleich auf den fallenden Kurs der Aktie spekuliert haben soll. Er sitzt seit Herbst 2010 in Untersuchungshaft.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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