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Der Erzbischof ist jetzt ein Gebirgsschütze

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Ein Schapserl auf den neuen Hut: Karl Steininger (l.) und Alois Reichenberger haben Erzbischof Reinhard Marx zum Ehrenmitglied der Weyarner Gebirgsschützen ernannt. © Schlaf

München/ Weyarn - Schüsse im Garten des Erzbischofs: Reinhard Marx ist am Montag mit einem dreifachen Salut zum Ehrenmitglied der bayerischen Gebirgsschützen ernannt worden.

Im Garten seines Anwesens in München-Schwabing marschierte die Kompanie „Gotzinger Trommel" aus Weyarn (Landkreis Miesbach) ein. Deren Hauptmann Alois Reichenberger und Landeshauptmann Karl Steininger überreichten Marx die Ehrenurkunde der Weyarner Kompanie und den typischen Hut der Gebirgsschützen.

Der Erzbischof hatte die Weyarner Schützen anlässlich seines Antrittsbesuches im April kennengelernt. Damals hatte er versprochen, Ehrenmitglied zu werden. „Und Sie haben gesagt, ,Ein Westfale hält, was ein Rheinländer verspricht’“, erzählte Reichenberger bei der Übergabe. Marx stammt aus dem westfälischen Geseke, wo er geistlicher Schutzherr der St. Sebastianus Schützenbruderschaft ist.

Landeshauptmann Steininger erklärte, dass die Gebirgsschützen zum christlichen Glauben eine ganz besonderes Verbindung haben. Dies manifestiere sich jetzt in der Ehrenmitgliedschaft für den Erzbischof. Für Weyarn habe der sich ganz bewusst entschieden. Die Tegernseer Schützen hätten ja bereits den Papst als Mitglied in ihren Reihen. Die Weyarner freut es, denn „wir haben noch niemanden von dem Kaliber".

Für den Erzbischof ist es ebenfalls „eine besondere Ehre“. Wenn man irgendwo Mitglied sei, hätten beide Seiten eine Verantwortung: der Verein und das Mitglied. „Und ich hoffe, wenn ich mal Hilfe brauche – nicht unbedingt militärische – dann bekomme ich die auch von Ihnen.“ Marx versprach, seiner Verantwortung gerecht zu werden. Und er ist ja bekanntlich Westfale und hält, was er verspricht. ska

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