Es wird bitterkalt! Die Wetter-Prognose für München

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Brrrrrrr! Der große Schnee wie auf diesem Archivfoto kommt wohl erst nächste Woche - aber warme Klamotten sind jetzt schon angesagt

München - Mütze auf und rein in die gefütterten Stiefel: Der Winter kommt! Und zwar mit ganz großen Schritten. So eisig wird es in den nächsten Tagen wirklich.

Eine dicke Kältefront bringt in den nächsten Tagen Polarluft nach Deutschland – mit fünf bis zehn Zentimetern Schnee, Eis und zapfigen Temperaturen. Meteorologen erwarten eine extreme Kälte wie im Hochwinter!

„Es wird kalt, kalt, kalt“, prophezeit Meterologe Dominik Jung vom Wetterdienst wetter.net. Heute rieseln bei höchstens 2 Grad immer wieder Flocken vom Himmel. Am Donnerstag hat es höchstens 0 Grad, in der Nacht auf Freitag fällt das Thermometer sogar auf minus 7 Grad, im Tagesverlauf schneit es immer mal bei Höchstwerten um den Gefrierpunkt. Brrr!

Auch das Wochenende wird frostig. Den Kälterekord der Woche bricht die Nacht von Freitag auf Samstag: Mit minus 10 Grad wird es knackig kalt – im Umland sinkt das Thermometer sogar auf minus 14 Grad! Am Samstag schneit es vormittags, die Höchstwerte liegen bei minus 3 Grad. Auch am Sonntag schlottern die Münchner bei minus 3 Grad, dafür spitzt ab und zu auch mal die Sonne durch. Wer sich von der Kälte nicht abschrecken lässt, sollte sich am ersten Adventssonntag warm einpacken und die Winterluft genießen. „Es bleibt trocken, aber der Schnee von den Vortagen liegt noch“, erklärt Jung. „Perfekt für einen Besuch am Weihnachtsmarkt!“

Die schönsten Seiten der Kälte: Nackte Skilehrerinnen im neuen Kalender

Der neue Skilehrerinnen-Kalender 2011 - fotografiert von Hubertus von Hohenlohe

Schuld an dem Kälteeinbruch ist ein riesiges Polarhoch. das von Großbritannien über Island und Grönland bis zum Nordpol reicht. „Das blockt alle atlantischen Tiefdruckgebiete ab, die in der Regel milde Luft und Regen bringen“, erklärt der Meteorologe. Die Folge: Aus Skandinavien strömt eiskalte Luft nach Mitteleuropa und sorgt für mächtig Abkühlung.

Ein solcher Kälteeinbruch ist für Ende November sehr selten – und könnte sogar Vorbote für einen extrem kalten Winter sein. Jung: „Diese Temperaturen erleben wir sonst nur im Hochwinter.“ In den Jahren 1939/1940 war Wetterlage ähnlich – „und da war der Winter mit im Schnitt minus 4,5 Grad extrem kalt.“ Zum Vergleich: Im letzten Jahr hatte es im Winter im Schnitt minus 1,3 Grad. Dominik Jung wagt auch eine erste Weihnachtsprognose: „Heuer liegt die Chance auf weiße Weihnachten bei 60 bis 70 Prozent.“

Nächste Woche zeitweise starke Schneefälle

Ein Ende der Frostbeulen-Kälte ist erst mal nicht in Sicht: Nächste Woche wird sogar noch kälter, es schneit zeitweise stark bei Höchstwerten zwischen minus 1 und minus 3 Grad. Nachts sinken die Temperaturen sogar auf bis zu minus 13 Grad. Achtung Autofahrer: Vor allem nachts herrscht auf den Straßen Glatteisgefahr! Alle Brettl-Fans dagegen dürfte der Wintereinbruch freuen. Allerdings ist es in den Bergen noch ein bisserl zapfiger. Auf der Zugspitze etwa liegen zwar 85 Zentimeter Schnee, dafür bibbern die Skifahrer dort zum Beispiel am Samstag bei minus 20 Grad – Höchsttemperatur, wohlgemerkt!

Christina Schmelzer

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