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Esmirs gemeine Fenster-Tricks

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Esmir K. (26): DNA-Spuren überführten ihn

Gekippte Fenster sah Esmir K. (26) als offene Einladung an. Jetzt muss der Serien-Einbrecher für fünf Jahre ins Gefängnis.

Der Bosnier brach mindestens 22 Mal in Einfamilien- und Reihenhäusern in München und Umgebung ein, machte eine Beute im Wert von über 100 000 Euro. In neun Fällen stieg er sogar durchs Klo-Fensterchen! Einmal stand er einer entsetzten Hausbesitzerin gegenüber.

Aus purer Not sei er nach Deutschland gekommen, erzählte der Serien-Einbrecher gestern vor dem Landgericht. In seiner Heimat habe er keine Arbeit gehabt. Doch auch in München, wo er sich illegal aufhielt, hatte er keinen Job. Seinen Lebensunterhalt, gab er zu, finanzierte er mit kriminellen Aktivitäten.

Beim ersten Mal probierte er es noch mit roher Gewalt: Er schlug eine Terrassentür ein und holte sich blutige Finger. Ein bisschen Übung macht den Meister: Mit einem Schraubendreher hebelte er fortan gekippte Fenster auf. Das geht ratzfatz, macht keinen Krach und hinterlässt kaum sichtbare Spuren.

Jeweils zwischen 11 und 14 Uhr durchstromerte er die Wohnsiedlungen, hielt nach gekippten Fenstern Ausschau. „Ich habe dann geklingelt“, erzählte er vor Gericht. „War niemand da, bin ich eingestiegen.“ Die fetteste Beute machte er am 28. Juni 2007 in Pullach: Ihm fiel Schmuck im Wert von 37 000 Euro in die Hände. Von seinem Hehler fühlt er sich geprellt: „Der hat mir 3000 Euro dafür gegeben.“

Zu einer dramatischen Begegnung kam es am 5. Dezember, als ihm in Taufkirchen eine entsetzte Hausbesitzerin gegenüberstand. „Ich habe Hunger“, habe er ihr gesagt. Sie reagierte richtig: „Ich mache Ihnen was zu essen.“ So konnte er flüchten. Am 30. Januar wurde der Serientäter endlich gefasst.

Urteil: Fünf Jahre Haft! Dann wird er abgeschoben.

E. Unfried

Schutz vor Einbrechern: Das rät die Kriminalpolizei

Ein gekipptes Fenster macht es Einbrechern leicht. Wer sein Haus verlässt und wegen eines nicht ordentlich verschlossenen Fensters ungebetenen Besuch bekommt, handelt „fährlässig“: Die Hausratsversicherung ersetzt den meistens Schaden nicht!

Es gibt zwar auch Fenster, die im gekippten Zustand eine relativ große Einbruchs-Sicherheit bieten. „Trotzdem ist eine Rückfrage bei der Versicherung nötig“, sagt Heinrich Hauner von der Kripo in München. Gerade jetzt in der Urlaubssaison sind Einbrecher besonders aktiv, und daher ist es besonders wichtig, dass Kriminelle keine „Einladung“ vorfinden. Ständig verschlossene Rolläden etwa sagen jedem Ganoven: Hier ist niemand da!

Die Polizei in München hat eine Telefonnummer für Ratschläge eingerichtet: 2910-3430. Allgemeine Tipps gibt auch unter www.polizei-beratung.de.

Quelle: tz

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