JVA Stadelheim

So feiern Knackis Weihnachten

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Selbst geschmückt: Gefangene vor ihrem Weihnachtsbaum im Flur.

München - Ein Christbaum im Flur, das ist alles, was an Weihnachten erinnert. Ansonsten läuft für die rund 1300 Gefangenen in der JVA Stadelheim an Weihnachten der übliche Alltag ab.

Um 6.30 Uhr hallen Schritte von Zelle zu Zelle: Aufschluss! Um 16.30 Uhr ist wieder Einschluss. Ein Gläschen Sekt zum Anstoßen? Nein – im Gefängnis herrscht Alkoholverbot. Besuche sind über die Feiertage nicht erlaubt. Immerhin gab es am vergangenen Sonntag in der Gefängniskirche eine Abwechslung. Die Tölzer Sängerknaben trugen Weihnachtslieder vor – wie schon seit über 30 Jahren. Am Schluss erklang wie immer Stille Nacht. „Da kullern auch den harten Burschen die Tränen herunter“, so ein Ex-Häftling, der vor einem Jahr in Stadelheim saß, zur tz. Ist der frühe Einschluss belastend? „Nein, nein, wir sind froh, wenn wir unsere Ruhe haben.“

Wird also gar nicht gefeiert? „Weihnachten ist für uns nicht wichtig. Für uns zählt nur der Tag, an dem wir wieder rauskommen.“ Häftlinge könnten das Fest durchaus gestalten, sagt JVA-Chef Michael Stumpf: „Es kommt darauf an, was die Gefangenen selbst daraus machen. Die Jugendgruppe ist da sehr aktiv.“ So steht in manchen Fluren ein geschmückter Weihnachtsbaum, in anderen Abteilungen nicht. Stumpf: „Viele Mitarbeiter bringen Christbaumschmuck von zu Hause mit.“ Eine kleine Freude bereitet die Küche: An Heiligabend gibt es Sauerbraten.

Ebu

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