European Country Festival

Ronny Nash: Der Wilde Westen fängt in Kolbermoor an

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Ronny Nash - wohl einer der besten Country-Sänger im deutschsprachigen Raum.

Ronny Nash aus Kolbermoor ist ein waschechter Country-Musiker. Manche aus der Szene behaupten sogar, er ist einer der Besten im deutschsprachigen Raum.

Erich Doll, Frontmann von Truck Stop.

Über 30 Jahre war der in Kolbermoor geborene Erich Doll (Banjo, Mandoline, E-Gitarre) festes Bandmitglied bei der wohl bekanntesten Country Band Deutschlands – der Hamburger Formation Truck Stop. Er schrieb zahlreiche Songs wie “Der wilde, wilde Westen”, “Arizona, Arizona”, “Old Texas Town, die Westernstadt”, “Wenn es Nacht wird in Old Tucson”, oder die “Cowboys von der Waterkant”. Mit Truck Stop feierte er große Erfolge (Goldene Stimmgabel, Super-Award der GACMF, Ehrenbürger von Arizona). Ende 2003 verließ er dann die Band. Aber Kolbermoor hat mit Ronny Nash wieder einen außergewöhnlichen Countrymusiker und dazu auch noch einen hervorragenden Gitarristen.

Ein Star der Country-Szene

Vollblutmusiker Ronny Nash

Was 1999 für Ronny Nash noch als Hobby begann, nahm sehr rasch konkrete Formen an. Schon ab den ersten öffentlichen Auftritten erfreute sich die damals noch in den Kinderschuhen steckende Country-Band stetig wachsender Beliebtheit. Mittlerweile gehören "Ronny Nash & his Whiteline Casanovas" zum feinsten, was die deutsche Country-Szene im englischsprachigen Bereich zu bieten hat. Offensichtlich verkörpert Ronny mit seiner Band genau das, was Country-Musik eben ausmacht: Lehnt man sich zurück und schließt die Augen, wird einem das Gefühl vermittelt, man säße in einem Honky Tonk irgendwo in Downtown Nashville und genießt stilecht dargebotene "pure and handmade Country-Music". Unzählige Auftrtitte haben den Weg der Formation geprägt und ihr Zusammenspiel zu professionellem Entertainment werden lassen.

16 Years later

Ronny Nash & his Whiteline Casanovas.

Mittlerweile ist daraus eine professionell Country-Band gewachsen, die gerade im Gala- und gehobenen Event Bereich sowohl durch ihr Erscheinungsbild als auch ihrer Perfomance stilvolle Akzente setzt. Spaß und gute Laune an der Musik sind permanent spürbar. In seinem Programm finden sich unter anderem Stücke von Johny Cash, Waylon Jennings, Willie Nelson, Chris Kristofferson, Don Williams, Merle Haggard, Boxcar Willie, Roger Miller, George Jones, Buck Owens und John Denver und natürlich auch von Künstlern aus der „Modern Country Music“ wie Garth Brooks, Alan Jackson, Dwight Yoakam, Billy Ray Cyrus, und von Gruppen wie den Bellamy Brothers, CCR, Eagles, Alabama, und dem Sir Douglas Quintett. Mit diesem breiten Spektrum kommt also nicht nur traditionelle Country-Musik zum Vortrag, sondern auch moderner und richtig fetziger Country-Rock!

Ronny Nash über seine Welt, den Country-Planeten

„Der heißt so, weil er mein Planet ist, und weil er meine Vision ist – mein Traum vom Leben als Country-Musiker, oder noch besser: der von einem Frontman (Sänger & Gitarrist) mit eigener Band – einer Country-Band! Nun, schließlich darf und soll jeder seinen Traum haben. Meiner hatte sich erst lange vor mir versteckt, bis ich endlich merkte „hey, that’s it!“ Gitarre spielen hab ich mit dreizehn Jahren angefangen, mit den damals typischen Lagerfeuer-Songs.“, erzählt Ronny über sein Universum.

Wie bist du eigentlich zur Country-Musik gekommen?

„Die Bühnenwelt hat mich schon immer interessiert. Ich kam über eine Künstleragentur ins Backstage Geschäft – als Roadie. Später dann so richtig als Bühnentechniker, Beleuchter etc. Trotzdem Roadie – allerdings immer mit Gitarre im Gepäck! Irgendwann 1994 traf ich einen sehr netten Menschen, der mir anbot, zwei Songs mit mir aufzunehmen, welche dann auf einem Country-Sampler erscheinen sollten. Er hatte ein modernes Tonstudio und besaß sein eigenes Label. Die Songs sollten nach Möglichkeit selbst geschrieben sein und am besten zu Deutsch! Zufällig kannte ich Pedal Steel Guitarristen der auch E-Gitarre spielen konnte und der auch schon etwas Band Erfahrung hatte – Chris Waldinger. Gemeinsam Arrangierten wir meine Songs und gingen als dann ins Studio – „the first Taste is the deepest!“ Ab dem Zeitpunkt war ich irgendwie infiziert. So entstanden die beiden Titel „Bayou Betty“ und „Mama mach Dein Radio an“ und wurden tatsächlich auch veröffentlicht „Alles Country oder was? Vol. 2“ hieß besagte CD. Groß rausgekommen ist dabei leider nichts, aber jetzt sollte ich einen Radio Sender suchen und finden und mit dem Label im Rücken wenig später eine eigene Country-Sendung ins Leben berufen und diese auch selbst Moderieren – hat richtig Spaß gemacht – zudem fuhr ich nebenher auch noch Sattelzüge durch die Gegend, stilecht – what a Klischee! Bei einer Live Moderation auf einem 4th of July Fest lernte ich 1998 P.G. Rider und Pete Rifle kennen und somit bald die Münchener Country-Szene. Hier und da gab es schon die ein oder andere Live Session in diversen Clubs – immerhin auf echten Bühnen! Im Herbst selben Jahres saßen dann auf einmal die richtigen Leute am richtigen Tisch zusammen im ehemaligen “Virginia Home“ Saloon und es wurde beschlossen, sich wöchentlich zu treffen um miteinander zu jammen. An diesem Abend wusste ich nicht, dass ich soeben meine erste Band gegründet hatte, welche im März 1999 zum ersten mal die Bretter betrat und seit nunmehr sechzehn Jahren Country-Musik lebt.“ 

Ronny Nash beim European Country Festival

Ronny Nash und seine Band spielen Anfang September in Kössen in Tirol auf dem European Country Festival. Mit dabei sind neben Tom Astor, amerikanische Künstler wie Kim Carson und Johnny Falstaff und vielen weiteren Bands – und (wie kann es fast nicht anders sein) Truck Stop. Die Westernstadt konzipiert und baut ebenfalls Ronny Nash für dieses große Festival. Da schließt sich wieder der Kreis - oder man könnte auch sagen: Ronny Nash schreibt die Country-Geschichte aus Kolbermoor weiter.

Fotostrecke: Ronny Nash - Der Cowboy aus Kolbermoor

Ronny Nash: Der Cowboy aus Kolbermoor

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