Am Donnerstag seht ihr Münchens Stolz

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Weltberühmte Silhouette, moderne Nutzung: Der Olympiapark beherbergte in diesem Winter unter anderem einen alpinen Weltcup-Parallelslalom und die Snowboarder beim Air & Style

München - Es wird ein bisserl sein wie Heimkommen. Wenn Gunilla Lindberg, die Chefin der Evaluierungskommission, am Donnerstag den Olympiapark besucht, dann wird sie sich erinnern an das Jahr 1972.

Damals hatte sie ihre Eiskunstlaufkarriere schon beendet und war erstmals als junge Funktionärin bei den Olympischen Spielen, erlebte die Stimmung damals hautnah. Jetzt geht’s drum, ob das Gelände erneut für Olympia genutzt werden soll. Das wird nicht nur über eine kalte Fakten-Analyse beurteilt, sondern durchaus auch über lebendigeEindrücke. Lindberg und ihre Kommissions-Kollegen werden sich alles zusammen mit Olympiapark-Chef Ralph Huber anschauen: Der sagt der tz: „Es ist wichtig, einen Überblick über das gesamte Gelände zu bekommen – deswegen werden wir auf den Turm hochfahren. Es soll ja schönes Wetter sein...

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Der Olympiapark wird in den schönsten Farben strahlen.“ Und: „Wir können zeigen, wie kurz die Wege sind.“ Außerdem wird sich die Kommission alle Sportstätten aus der Nähe anschauen – darunter beispielsweise die Schwimmhalle, in der 2018 die Curling-Wettbewerbe stattfinden würden. Besonders wichtig wird aber wohl die Gesamtwirkung sein. Münchens Stolz: Der Olympiapark gilt als Musterbeispiel an Nachhaltigkeit, ist weltweit die Olympia-Anlage mit der besten Nachnutzung – während es anderswo genug Beispiele für Sportruinen gibt.

Huber: „Wir können zeigen, dass die Anlage in Betrieb ist.“ Nicht nur, weil Spaziergänger unterwegs sein werden – sondern auch, weil man die Hallen und das Stadion sieht, wo Sport und Kultur eine echte Heimat haben. Huber: „Der Park lebt – und das sieht man.“ Man würde es auch im Jahr 2018 sehen.

Uli Heichele

Das Programm am Donnerstag

Die Politik steht voll hinter der ­Bewerbung – das zeigt auch ­Kanzlerin Angela Merkel: Sie ist Gast beim edlen Gala-Dinner zu Ehren der Evaluierungskommission. Das Abendessen in der ­Residenz (120 Gäste) wird der feine Ausklang eines langen Arbeitstags. Dazu gehören Präsentationen und Fragerunden ­(auch mit dem Innenministerium). Dazu gehört ein Besuch im ­Olympiapark (siehe Text oben). Und dazu gehört ein Besuch der Kunsteisbahn am Königssee.

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