Sie verschoben Wertpapiere

Schwules Pärchen bringt Bank um Millionen

München - Er hat gestanden: Ein Ex-Bankangestellter gab vor dem Münchner Landgericht zu, Wertpapiere im Millionenwert verschoben zu haben. Geholfen hat ihm wohl sein Lebensgefährte.

Ein ehemaliger Bankangestellter hat am Mittwoch vor dem Münchner Landgericht die Verschiebung von Wertpapieren aus Fonds seiner Kunden in Depots seines mitangeklagten Lebensgefährten gestanden.Der Ex-Sachbearbeiter einer Transaktionsbank ist wegen Betrugs angeklagt, sein Freund wegen Beihilfe. Nach einem Gespräch zwischen den Beteiligten sicherte die Strafkammer den Männern Strafen von höchstens vier Jahren sowie zwei Jahren mit Bewährung zu.

Schaden von über 1,6 Millionen

Der Hauptangeklagte mit Wirtschaftsschulabschluss und anschließendem mehrjährigen Theologiestudium war bei der Bank als Sachbearbeiter im Bereich „Fondsdepotüberträge“ mit Handlungsvollmacht beschäftigt. Schon seit 2005 hat der 44-Jährige Wertpapiere ohne Kundenauftrag auf eines der vier Depots seines drei Jahre älteren Lebensgefährten übertragen. Die Anklage listet nur die 76 nicht verjährten Fälle seit 2009 mit einem Gesamtschaden von über 1,6 Millionen Euro auf.

Den Verlust trägt die Bank, für die eine Anwältin den Prozess beobachtet. Der gefeuerte Angestellte und sein Mitangeklagter, Informatiker und einstiger Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes, haben einen guten Teil des erschwindelten Geldes nach ihrem Geständnis verbraucht, unter anderem für kostspielige Urlaube. Der Prozess dauert an.

dpa

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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