Sommer in der Stadt

Ex-Bürgermeister Schmid will Münchner Idee für ganz Bayern

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Ex-Wiesn-Chef Josef Schmid will das Konzept von „Sommer in der Stadt“ in anderen Städten ermöglichen.

Den „Sommer in der Stadt“ soll es dieses Jahr nicht nur in München geben. Ex-Bürgermeister und Ex-Wiesn-Chef Josef Schmid (CSU) will das Münchner Konzept für ganz Bayern.

„Es ist doch festzustellen, dass nicht nur die Schausteller in München ein Problem haben, sondern auch in anderen Städten“, sagte der Landtagsabgeordnete zu unserer Zeitung. Daher stellt er im Maximilianeum nun einen entsprechenden Antrag: Eine Wiesn für ganz Bayern!

Wie berichtet, will Münchens Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU) nach der Absage des Oktoberfests und anderer Volksfeste mit dem Konzept „Sommer in der Stadt“ neue Wege gehen. Buden und bestimmte Fahrgeschäfte können an verschiedenen Orten in der Stadt aufgestellt werden. Das sei kein Ersatz für die Wiesn, wie Baumgärtner betont. Es gehe darum, den Sommer in der Stadt zu gestalten und zugleich den unter den Folgen der Corona-Krise leidenden Schaustellern zu helfen. Der Münchner Stadtrat hat bereits zugestimmt, das Referat erarbeitet ein Konzept, in dem es auch um die Standorte gehen wird.

Am 21. April hatten Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens OB Dieter Reiter (SPD) das Oktoberfest für dieses Jahr wegen der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus abgesagt. Auch die allermeisten anderen großen Volksfeste sind gestrichen.

Während Gastronomen langsam wieder den Betrieb aufnehmen können, komme das Verbot der Großveranstaltungen den Schaustellern einem Berufsverbot gleich, schreibt Schmid. „Sie drohen, bankrott zu gehen. Mit ihnen drohen auch Kultur und die traditionsreichen Fahrgeschäfte für immer zu verschwinden.“

Auf Schmids Antrag hin appelliert der Landtag an die Bayerischen Städte und Gemeinden, dass diese prüfen mögen, ob an zentralen Orten der Aufbau und Betrieb von (kleineren) Fahrgeschäften und Buden lokaler Schausteller ermöglicht werden kann. Schmid: „Damit wollen wir den Schaustellern helfen, diesen Sommer so viel Umsatz generieren zu können, damit sie wenigstens Belastungen wie Lagerkosten und die Kredite für die Fahrgeschäfte bezahlen können.“ 

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