Ex-Freundin mit Baseball-Schläger verprügelt: Bewährung!

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Markus K. verlässt das Gericht

München - Markus K. (27) hatte per SMS mit seiner Freundin Schluss gemacht. Als sie ihre Sachen holen wollte, verprügelte er sie mit einem Baseball-Schläger. Vor Gericht kommt er glimpflich davon.

Der Laufpass kam per SMS. Markus K. (27) schickte seine Freundin Sabine nur deshalb in die Wüste, weil sie nicht an einer Party mit seinen Freunden teilnehmen wollte. Die 20-jährige Kinderpflegerin kam in jener Nacht zum 21. Oktober 2010 trotzdem noch bei ihm vorbei. Sie wollte ihr Geld und ihre Kleider holen, die sie noch in seiner Wohnung in Berg am Laim hatte. Da tickte der Bäcker aus Berg am Laim aus: Er attackierte sie mit einem Baseballschläger!

Weinend schilderte Sabine am Montag als Zeugin vor Gericht, was in dieser Nacht passiert war. Er hatte die Sperrkette an der Tür vorgelegt und schrie „Verpiss dich!“ Als sie hineinfasste, um die Kette zu öffnen, stieß er mit Wucht gegen die Tür, quetschte ihren Arm ein. Dann öffnete er doch – aber nur, um sie weiter zu quälen. Er schlug ihr seinen Baseballschläger, den er an der Tür deponiert hatte, ins Gesicht. Ihre Lippe platzte auf. Das Opfer: „Mir ist ein Zahn zerbrochen.“ Er packte ihre Sachen, warf sie auf den Boden. Die Tortur wurde immer schlimmer: Er setzte sich auf sie, verbog ihr Bein, das kurze Zeit vorher operiert worden war, um sie zu quälen. Als Bekannte dem laut schreienden Opfer zu Hilfe eilten, hielt Markus K. seinen Baseballschläger vor den Hals seines Opfers und drückte zu. Die Polizei musste die blutige Auseinandersetzung beenden.

Drei Jahre Gefängnis forderte der Staatsanwalt für den vorbestraften Mann. Verteidiger Alexander Eckstein hielt ein Jahr und zehn Monate auf Bewährung für genug. Das Schöffengericht verurteilte ihn zu zwei Jahren auf Bewährung! Eckstein zur tz: „Da hat er noch mal Glück gehabt.“

E. Unfried

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