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Hitzewelle schwappt nach Bayern: Kommen die 40 Grad im Juli? Modelle zeigen Ausreißer

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Von: Tanja Kipke

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Die Wetterprognosen sagen Mitte Juli heiße Tage in Bayern voraus. Die Temperaturen kratzen an der 40-Grad-Marke.
Die Wetterprognosen sagen Mitte Juli heiße Tage in Bayern voraus. Die Temperaturen kratzen an der 40-Grad-Marke. © Peter Kneffel/dpa/Archiv

Es wird ordentlich dampfig im Freistaat. Aktuelle Wetterprognosen lassen auf einen heißen Juli hoffen. Zur Monatsmitte könnte sogar die 40-Grad-Marke geknackt werden.

München – Über viel Sonne freuen sich die Bayern seit Julibeginn. In fast jeder Region ist es sommerlich warm, nur für den Alpenrand galt zuletzt noch Unwettergefahr. Ein Azorenhoch bringt einen Hochdruckkeil bis nach Bayern. Dadurch kommt erwärmte Meeresluft zu uns, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seiner Vorhersage schreibt. „Warnwürdiges“ Wetter werde nicht erwartet. Die aktuellen Prognosen für den restlichen Juli versprechen Hitze.

Wetter in Bayern: Hitzewelle lässt Temperaturen in die Höhe schießen

Mitte Juli wird es heiß. Das sagen zumindest das amerikanische Wettermodell GFS sowie das europäische voraus. Am 16. Juli soll es laut GFS Temperaturen bis zu 37 Grad im Osten des Landes geben, wie Meteorologe Johannes Graf von wetter.net in einer Mitteilung schreibt. Der Grund für die Hitze sind Höhentiefs über Europa, die Luftmassen aus Afrika „anzapfen“.

Meteorologin Britta Siebert-Sperl schließt sogar nicht aus, dass auch die 40-Grad-Marke geknackt wird, wie sie der Augsburger Allgemeinen erklärte. In Bayern müsse man vor allem am Bodensee und Richtung Augsburg und Füssen mit extrem hohen Temperaturen rechnen.

Video: Das Bayern Wetter: Sonne und Wolken im Wechsel

Experte sieht „viele Ausreißer nach oben“ in Wettermodellen: „Es wird spannend“

Die Meteorologen scheinen sich bei der Interpretation der Wettermodelle einig: Mitte Juli kommt die Hitze – auch nach Bayern. Meteorologe Dominik Jung sagt, es gibt „viele Ausreißer nach oben“ im amerikanischen Wettermodell, was auf große Hitze hindeutet. Bei nahezu jedem Modelllauf tauchen die Ausreißer auf. Die Hitzewelle scheint also wirklich zu kommen. Es sei laut Jung aber dennoch „eine große Unsicherheit mit dabei“, da sich die Wetterlage innerhalb von zehn Tagen nochmals ändern kann. Klar ist: „Es wird spannend“.

Bis zur Monatsmitte soll es auch kaum regnen. Die Trockenheit der letzten Monate hält also weiter an. „Die Waldbrandgefahr nimmt wieder deutlich zu.“ Bei der letzten Hitzewelle hatten erste Städte vor den hohen Temperaturen gewarnt und Verhaltenstipps herausgegeben. Für die vulnerable Bevölkerungsgruppe können solche Temperaturen schnell gefährlich werden, die Zahl der Hitzetoten hat über die Jahre zugenommen. Im August soll es mit der Hitze dann weitergehen, zumindest laut momentaner Sommer-Prognose. (tkip)

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