Sie sammelten "Spenden"

Fahnder nehmen falsche Taubstumme fest

München - Taschendiebfahnder haben in München drei Männer festgenommen. Sie haben sich als taubstumm ausgegeben und vermeintlich Spenden für einen wohltätigen Zweck gesammelt.

Die Fahnder beobachteten am Dienstag gegen 15 Uhr das Geschehen im Tal genau, das geht aus dem Polizeibericht hervor: Drei Männer bettelten Passanten an und gaben sich durch Gestik und Mimik als taubstumm aus. Ziemlich oft wurden sie ignoriert, einmal gab ihnen aber jemand eine geringe Menge Bargeld. Während ihrer Tätigkeit hielten die drei getrennt voneinander agierenden Täter ständig mittels Handy untereinander Kontakt.

Es handelt sich um rumänische Staatsbürger, 38, 21 und 26 Jahre alt. Als sie die Fahnder bemerkten, wollten sie flüchten. Das gelang ihnen aber nicht. Die Polizei stellte das Beweismaterial sicher. Auf den Schreibklatten befanden sich Spendenlisten mit der Aufschrift: „Zertifikat des regionalen Verbundes für Taubstumme und körperlich behinderte Personen und für die armen Kinder wollen wir ein internationales Zentrum erschaffen um bauliche Anlagen zu bauen“.

Es stellte sich heraus, dass die Festgenommenen keineswegs taubstumm sind. Sie werden nun dem Ermittlungsrichter vorgeführt.

Warnhinweis: Aufgrund des geschilderten Falles geht die Münchner Polizei davon aus, dass derzeit wieder betrügerische Spendensammler, die sich als taubstumm ausgeben, auftreten. Unter der Vortäuschung für einen wohl- oder mildtätigen Zweck wie oben angegeben Geld zu sammeln, nutzen die Betrüger gezielt die Großzügigkeit der angesprochenen Personen aus und bereichern sich damit selbst. Die Münchner Polizei warnt großherzige Spender zur Vorsicht: Seien Sie stets kritisch, wenn man Sie um eine Spende bittet und welchem Zweck das Geld dienen soll.

Im Zweifelsfall sehen Sie von einer Spende ab und verständigen umgehend die Polizei.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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