Haftbefehle liegen vor

Fahnder nehmen vier Männer fest

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München - Gleich vier Mal hat die Bundespolizei am Wochenende zugeschlagen: Sie griff vier Männer auf, die zur Fahndung ausgeschrieben worden waren.

Am frühen Samstagmorgen ging den Fahndern ein 31-jähriger Türke am Ostbahnhof ins Netz. Er war den Beamten aufgefallen, weil er an einem Verfahren wegen Körperverletzung beteiligt ist - er soll einem 22-Jährigen aus dem Erdinger Moos ins Gesicht geschlagen haben.

Der Mann ist außerdem wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz zu drei Monaten Haft verurteilt worden. Auch am Samstag hatte er ein Tütchen mit Rauschgift dabei. Er kam in die Haftanstalt.

Gegen 4.20 Uhr am Sonntag griffen die Polizisten einen 23-jährigen Thalkirchner am Hauptbahnhof auf. Auch er war zur Fahndung ausgeschrieben, weil er eine Geldstrafe noch nicht beglichen hat. Wegen Fahrens ohne Führerschein war der Mann vom Amtsgericht München zu 1500 Euro Strafe plus 147 Euro Verfahrenskosten verurteilt worden.

Der Thalkirchner rief seinen Vater an, der daraufhin die Geldstrafe für ihn beglich. Das ersparte dem 23-Jährigen eine 50-tägige Ersatzfreiheitsstrafe.

Am Montagmorgen kontrollierten die Fahnder einen 50-jährigen Tschechen am Hauptbahnhof. Er ist wegen Erschleichen von Leistungen verurteilt und muss 375 Euro Strafe plus 73,50 Euro Verfahrenskosten zahlen.

Weil er das Geld aber nicht hat, muss der Mann ersatzweise 25 Tage in Justizgewahrsam.

Auch einem 48-jährigen Ungarn droht der Knast: Er lief den Beamten gegen 8 Uhr in die Arme. Gegen ihn liegt ein Vollstreckungshaftbefehl vor - und weil er den Betrag von 2700 Euro plus 73,50 Euro Verfahrenskosten nicht aufbringen kann, muss er voraussichtlich für die kommenden 90 Tage in Haft.

Derzeit klärt er aber noch, ob ihm seine Familienmitglieder möglicherweise auch das Geld überweisen und ihn vor dem Gefängnis bewahren können.

mm

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