Fahrer eingeschlafen: Sattelzug fährt ungebremst in Baustelle

Anzing - Vollkommen zerstört wurde am Donnerstag früh ein abgestelltes und unbesetztes Baustellenfahrzeug auf der Autobahn A 94 bei Anzing, als es von einem Lkw gerammt wurde.

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Am Donnerstag, 20. August, gegen 05.40 Uhr ereignete sich auf der A 94 ein Verkehrsunfall mit zwei Leichverletzten und erheblichem Sachschaden. Der 37-jährige Fahrer eines Sattelzuges, bei dem im Führerhaus sein 11-jähriger Sohn mitfuhr, übersah auf der A 94, zwischen den Anschlussstellen Parsdorf und Anzing in Richtung Passau, einen auf dem rechten Fahrstreifen stehenden Absicherungsanhänger einer Baustelle. Er fuhr ungebremst auf den Sicherungsanhänger und dessen unmittelbar davorstehendes Zugfahrzeug auf.

Der Anhänger sowie der davorstehende Lkw wurden wurden durch Aufprall von der Fahrbahn in die angrenzende Böschung geschoben und völlig zerstört.

Der mit ca. zehn Tonnen Kartonagen beladene Sattelzug kam erst etwa 100 Meter weiter im Grünstreifen erheblich beschädigt zum Stehen.

Dem glücklichen Umstand, dass sich zum Unfallzeitpunkt niemand im oder am Absicherungsfahrzeug befand, ist es zu verdanken, dass bei dem Aufprall lediglich der Fahrer des Sattelzuges und dessen Sohn leichte Verletzungen erlitten.

Aus dem beschädigten Tank der Sattelzugmaschine liefen rund 350 Liter Diesel aus und versickerten im Boden neben der Autobahn. Dies macht ein sofortiges Ausbaggern des betroffenen Erdreiches erforderlich.

Vor Ort waren die Feuerwehren aus Vaterstetten und Parsdorf eingesetzt, die ein weiteres Auslaufen von Dieselkraftstoff verhindern und die noch verbliebenen etwa 400 Liter aus dem Tank abpumpen konnten.

Die Bergungsarbeiten dauerten rund sechs Stunden. Der geschätzte Gesamtschaden dürfte sich laut Polizei auf weit über 100 000 Euro belaufen. Als Ursache für den Unfall wird vermutet, dass der Lkw-Fahrer eingeschlafen war.

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