Fahrlehrer als Grabscher: Urteil steht fest

München - Ein Albtraum für jede Frau, die ihren Führerschein macht: ein zudringlicher Fahrlehrer. Die 17-jährige Lena B. erlebte dieses martyrium. Der Grapscher wurde jetzt verurteilt.

Ein Albtraum für jede Frau, die ihren Führerschein macht: ein zudringlicher Fahrlehrer. So wie Hans M. (60). Der streichelte der damals 17-jährigen Lena B. (Name geändert) über Bauch und Rücken, dann rutschte seine Hand zum Busen. Am Ende einer Fahrstunde im November 2010 auf dem Scheidplatz legte Hans M. seine Arme um die Gymnasiastin. „Du hast ja niemanden, der dich so streichelt“, hatte er nach ihrer Aussage gesagt.

Die Zeugin: „Dann hat er mir in den Ausschnitt gegriffen.“ Als er sie zu sich heranzog und auf den Mund küsste, floh sie. Sie wechselte danach ihren Fahrlehrer. „Ich wollte sie beruhigen“, sagte der Angeklagte. Sein Anwalt Stephan Tschaidse: „Das war eine Grenzüberschreitung, aber keine Straftat.“

Würde man Übergriffe dieser Art verfolgen, so Tschaidse, „dann könnte man jedes Wochenende die Diskotheken leerräumen.“ Das Gericht wertete die Tat als sexuelle Nötigung: neun Monate Haft auf Bewährung! Strafmildernd wertete Richter Robert Grain die Tatsache, dass Hans M. seinem Opfer 1.500 Euro zahlt und sich für die Tat entschuldigt.

Ebu.

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