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Fall Vanessa Huber bei „Aktenzeichen XY“: Polizei bekommt neun Hinweise - Drohnensuche geht weiter

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Von: Nadja Hoffmann

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Am 5. November zuletzt lebend gesehen: Vanessa Huber.
Am 5. November zuletzt lebend gesehen: Vanessa Huber. © Polizei München

Wird Vanessa Huber nun gefunden? Millionen haben am Mittwochabend ihren Fall zur besten Sendezeit im TV gesehen. Die Polizei wertet die eingegangenen Hinweise aus. Parallel fliegen wieder Drohnen über den Perlacher Forst.

Diese Zahl dürfte den Ermittlern der Münchner Mordkommission Hoffnung geben: 5,36 Millionen Zuschauer haben am Mittwochabend die Sendung „Aktenzeichen XY... Ungelöst“ gesehen. Der ZDF-Klassiker lieferte die beste Quote zur Primetime um 20.15 Uhr. Gute Nachrichten für das Kommissariat 11 der Münchner Polizei. Denn sie hat via TV einen ihrer rätselhaftesten Vermisstenfälle der vergangenen Jahre deutschlandweit bekannt gemacht: die Suche nach Vanessa Huber aus Unterhaching.

Das letzte Bild: Vanessa Huber am 5. November im Supermarkt in Unterhaching
Das letzte Bild: Vanessa Huber am 5. November im Supermarkt in Unterhaching © Polizei München

Bislang gab es 21 Hinweise zum Verschwinden der blonden Frau vor zweieinhalb Monaten. Wie Polizeisprecher Werner Kraus erklärt, sind im Zuge der jetzigen Sendung fünf neue Hinweise eingegangen – aus der ganzen Bundesrepublik. Weil viele Medien über den „XY“-Sendetermin berichtet haben, seien vier weitere Hinweise hinzugekommen. Ein Volltreffer oder eine heiße Spur war bislang nicht unter den Rückmeldungen. Wie wertvoll die neuen Eingaben sind, müssen die nächsten Tage zeigen.

Ihr Verschwinden gibt viele Rätsel auf

Parallel dazu geht die Arbeit der Ermittler im Perlacher Forst weiter. Rund 1300 Hektar, fast das gesamte Waldstück, werden in dieser Woche wieder mit Drohnen abgeflogen. Die Hoffnung: Sollte die Leiche der 39-Jährigen dort irgendwo liegen, wäre das von der Luft aus am besten zu sehen. Wobei das Präsidium stets betont: Es ist weiter unklar, ob der Frau etwas zugestoßen ist, ob sie sich selbst etwas angetan hat oder ob sie einfach nur getürmt ist und irgendwo ein neues Leben angefangen hat. Zu den Besonderheiten dieses mysteriösen Falls gehört, dass es laut der Polizei keine Anzeichen für einen heimlichen Neuanfang oder Suizid gegeben habe. Zuletzt lebend gesehen wurde Vanessa Huber am 5. November um 16.40 Uhr im Norma-Markt an der Münchner Straße in Unterhaching. Dort war sie gemeinsam mit ihrem Ehemann. Laut Polizei habe dieser ausgesagt, dass das Paar dann zusammen in der Wohnung war, es dort aber zu einem Streit gekommen sei. Zwischen 17 und 18 Uhr habe die 39-Jährige das Haus verlassen. Und ist seitdem spurlos verschwunden.

Wer etwas über den Verbleib von Vanessa Huber weiß oder wem am 5. November Verdächtiges aufgefallen ist, erreicht das Polizei-Präsidium unter der Telefonnummer 089/29100.

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