Fall Zimmermann: Es war Mord

Egmating - Jetzt steht es fest: Die 73 Jahre alte Luise Zimmermann ist einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen. Die Polizei sucht weiter fieberhaft nach Spuren. Noch immer ist die Kleidung der Seniorin wie vom Erdboden verschluckt.

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Nach einer weiteren Obduktion steht für die Ermittler der Sonderkommission "Kaltenbrunn" nun definitiv fest, dass die tote Wanderin Opfer eines Gewaltverbrechens ist. "Es handelt sich eindeutig um ein Tötungsdelikt", bestätigte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord. Die Leiche der 73-Jährigen aus München-Neuperlach war in stark verwestem Zustand im Egmatinger Forst (Kaltenbrunner Schlag) aufgefunden worden. Aus ermittlungstaktischen Gründen macht die Soko derzeit keine Angaben über die Art und Weise, wie Luise Zimmermann umgebracht wurde.

Bilder: Der Fall Luise Zimmermann

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Dem Aufruf, die Polizei mit sachdienlichen Hinweisen zu unterstützen, kamen bisher rund 20 Personen nach. Daraus ergibt sich jedoch noch keine konkrete Spur auf einen möglichen Täter. Nach bisherigem Ermittlungsstand hatten sich zu der Wanderung, an der auch Luise Zimmermann teilgenommen hatte, etwa 530 Personen angemeldet. Doch nur 80 davon haben die Wanderkarte ausgefüllt mit Personalien zurückgegeben. Außerdem haben sich vermutlich weitere Wanderer ohne Anmeldung an der Wanderveranstaltung am 7. Juni beteiligt.

Obwohl der Egmatinger Forst zwei Tage lang intensiv abgesucht wurde, wurden bisher weder die Kleidung, noch andere persönliche Gegenstände des Opfers gefunden. Auch der schwarze Rucksack (Marke Picard) bleibt verschwunden.

Die Ermittler bitten weiterhin alle Teilnehmer der Wanderung oder sonstige Zeugen, sich bei der Kripo unter der Nummer 08122/968-380 zu melden.

mm

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