Sie wollten Warndreieck sehen

Falsche Polizisten zocken Radler ab

München - Dreist: Zwei falsche Polizisten wollten in München Radler abzocken. Sie fragten bei ihrer Pseudo-Kontrolle nach Warndreiecken und Verbandskästen - und verhängten Bußgelder.

Am frühen Dienstagnachmittag befanden sich ein 51-jähriger Münchner und ein 28-jähriger Wohnsitzloser auf der Heinrich-Wieland-Straße in Neuperlach. Sie hatten auf dem dortigen Gehweg einen Werbestand aufgebaut und warben für eine soziale Hilfsorganisation. Eine Genehmigung für diese Werbeaktion hatten sie nicht.

Eine Frau verständigte die Polizei

Als eine 43-jährige Münchnerin bei ihnen vorbeifuhr, hielten die Männer die Frau an und sagten, dass eine allgemeine Verkehrskontrolle stattfinden würde. Dabei wollten sie von der Fahrradfahrerin einen Verbandskasten und ein Warndreieck sehen. Falls sie dies nicht bei sich hätte, wurde ihr ein Bußgeld in Höhevon 40 Euro angedroht. Die Radfahrerin flüchtete sofort von dieser Kontrolle und verständigte die Polizei.

Was man nie zu Polizisten sagen sollte

Was man nie zu Polizisten sagen sollte

Beamte der Polizeiinspektion 24 (Perlach) konnten die beiden Tatverdächtigen vor Ort antreffen und festnehmen. Sie wurden wegen einer versuchten Erpressung, einer Amtsanmaßung und eines Verstoßes nach dem bayerischen Straßen- und Wegegesetz angezeigt. Der 51-Jährige wurde nach der polizeilichen Sachbearbeitung wieder entlassen. Der 28-Jährige wurde der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt, da er keinen festen Wohnsitz hat.

mm

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