A99: Falscher Polizist kontrolliert Verkehr

München - Ganz schön dreist: Ein falscher Polizist hat in der Nacht zum Sonntag auf der Autobahn 99 kurz nach dem Allacher Tunnel den Verkehr kontrolliert. Dann legte ihm die richtige Polizei das Handwerk. 

Er war bestens ausgestattet: Mehrere Blaulichtleuchten, eine Dienstmarke, eine Polizeiwarnweste, Handschellen und eine Druckluftwaffe haben Polizisten bei einem 33 Jahre alten Dachauer im Auto gefunden. Dieser hatte den Verkehr auf der A 99 kontrolliert.

Der falsche Polizist wurde in der Nacht zum Sonntag enttarnt. Er hatte auf der A 99 auf Höhe Fürstenfeldbruck einzelne Autofahrer kontrolliert. „Er stoppte sie mit mobilen Anhaltesignalen“, so Polizeihauptkommissar Hans Wittmann von der VPI Fürstenfeldbruck. Aufgrund der Anzeige im vermeintlich zivilen Polizeifahrzeug hielten die Autofahrer an. Der 33-jährige Dachauer gab sich mit Dienstausweis als Kriminalpolizist aus.

Zufällig wurde eine Polizeistreife auf den Mann aufmerksam. „Normalerweise kennen die Beamten die Zivilfahrzeuge im Bereich ihrer Dienststelle“, erklärt Wittmann. Allerdings befindet sich an dieser Stelle die Grenze des Dienstbereichs der VPI Fürstenfeldbruck. Und so wollten die Beamten dem Kollegen ihre Unterstützung bei der Kontrolle anbieten. Als der der falsche Polizist die Beamten bemerkte, brach er die Kontrolle hastig ab, stieg in sein Auto und fuhr davon. Die echten Polizisten folgten dem Mann und kontrollierten ihn wenig später. Dabei fanden sie neben der Polizei-Ausstattung eine Druckluftwaffe. Dem 33-Jährigen, der nicht einschlägig vorbestraft ist, droht nun eine Anzeige wegen Amtsanmaßung und Verstoß gegen das Waffengesetz.

„Ein einleuchtendes Motiv wäre Abzocke“, vermutet Wittmann. Bei einem Fall vor zwei Jahren habe ein Mann den Autofahrern abgefahrene Reifen oder einen Geschwindigkeitsverstoß vorgehalten – und sich die Strafe gleich auszahlen lassen.

no

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