Schwerer Unfall in München: Mindestens ein Mensch lebensgefährlich verletzt

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Laiendarsteller mit bizarrem Auftritt

Falscher Polizist prellt die Zeche

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Gerald W. spielte in TV-Serien als Komparse mit. Später gab er sich als Polizeirat aus.

München - Seine größten Auftritte hatte Gerald W. im Fernsehen: Als Laiendarsteller spielte er bei Krimiserien wie "K11 – Die Kommissare" und auch bei den "Rosenheim Cops" mit. Im wahren Leben legte er dann aber einen sehr bizarren Auftritt hin.

Seine größten Auftritte hatte Gerald W. im Fernsehen: Als Laiendarsteller spielte er bei Krimiserien wie "K11 – Die Kommissare" und auch bei den "Rosenheim Cops" mit. Kurze Augenblicke des Ruhms, mit denen er im Internet vor Freunden prahlt. Fotos zeigen den Arbeitslosen mit Polizei-Uniform. Er sieht sehr echt aus – und wer könnte diese Fälschung schon erkennen?

Diese Wirkung nutzte Gerald W. im Sommer 2013 bei einem süffigen Wirtshausbesuch im Zentrum gnadenlos aus. Das Essen sei „sauschlecht“, schimpfte er angetrunken die Bedienung – und weigerte sich zu bezahlen. Die Folge: Der Restaurant-Chef wollte die Polizei rufen. Und da legte Gerald W. wieder so einen Auftritt hin, nur diesmal einen ganz bizarren: Es mache ja gar keinen Sinn, dass man die Polizei rufe, schimpfte er – denn er selbst sei ja Polizeirat und damit der Vorgesetzte. Dann zeigte er dem Restaurant-Chef die Bilder: Gerald W. in schwarzer Lederjacke, beigem Hemd und grüner Krawatte. Keine Frage: eine echte Polizei-Uniform. Aber eben nur für den Auftritt als Komparse.

Damit kam Gerald W. in diesem Moment durch – aber nicht vor dem Amtsgericht. Dort wurde er wegen des Missbrauchs von Titeln verurteilt und musste 1350 Euro zahlen. „Die Strafe war tat- und schuldangemessen“, sagt Strafverteidiger Gregor Rose. Erst in seiner Begleitung stellte sich der falsche Polizist aber seinem Strafprozess – eine Rolle, die ihm nicht zu liegen schien. Denn zuvor war er aus Angst fast zwei Jahre lang untergetaucht. „Er war bereits vorbestraft, stand unter offener Bewährung und fürchtete eine Haftstrafe“, erläutert Rose. So schlimm kam es dann doch nicht für Gerald W. In nächster Zeit will er nun etwas kürzer treten.

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