Christian B. belog seine Opfer

Falscher Staatsanwalt auf der Anklagebank

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Falscher Staatsanwalt auf der Anklagebank: Christian B.

München - Christian B. hat sich oft als Staatsanwalt ausgegeben, um sich das Vertrauen seiner Opfer zu erschleichen. Jetzt sitzt er auf der Anklagebank, und der Richter konfrontiert ihn mit seinen Lügen.

Kann man diesem Mann ein einziges Wort glauben? Christian B. (51) muss sich wegen Betrugs in elf Fällen, Urkundenfälschung und Titelmissbrauchs vor dem Landgericht verantworten. Eine Frau hat er ausgenommen wie eine Weihnachtsgans, sie um rund 175 000 Euro gebracht. Er schämte sich aber auch nicht, eine arme Studentin um 250 Euro zu betrügen. Er hatte versprochen, für sie die Studiengebühren einzuzahlen.

„Als langjähriger Staatsanwalt wissen Sie ja, wie solche Verfahren laufen“, begrüßte Vorsitzender Richter Anton Winkler den Angeklagten. Christian B. gab sich oft als Staatsanwalt aus, seine Opfer vertrauten ihm, auch Betriebswirtschaftlerin Kathrin A. (35, Name geändert). Er machte ihr weis, er wolle für sie eine Eigentumswohnung ersteigern. Die Frau, die er zuvor schon um 15 000 Euro geprellt hatte, vertraute ihm 160 000 Euro an. Mit der Wohnung wurde nichts, das Geld ist weg. Der Angeklagte behauptet: „Ich habe es in einem Paket zurückgeschickt.“ Dafür habe er einen Zeugen. Winkler: „Ist es der, dessen Geldbeutel wir bei Ihnen gefunden haben? Welch dummer Zufall.“

Er sei Kameramann, sagte der Angeklagte. Winkler skeptisch: „Das müssen wir nachprüfen.“ Fortsetzung am Mittwoch.

Ebu.

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