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Anfeindungen, Anschuldigungen, Beschimpfungen

Wirbel um schwules Paar auf Münchner Familienpass

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Ein schwules Pärchen auf dem Münchner Familienpass? Das ist eine Provokation, sagen zwei Gruppierungen. Sie fordern deswegen: Das Sozialreferat soll das Bild ändern.

München - Ein schwules Pärchen auf dem Münchner Familienpass sorgt derzeit für reichlich Wirbel. Die Stadt muss sich mit Anfeindungen und Beschimpfungen auseinandersetzen.

Anfeindungen, Anschuldigungen, Beschimpfungen - damit muss sich die Stadt München derzeit auseinandersetzen, sagt der Pressesprecher des Sozialreferats Frank Boos.

Der Grund dafür: Auf dem Familienpass, den die Landeshautpstadt heuer bereits zum siebten Mal in Folge rausgegeben hat, sind homosexuelle Paare zu sehen - ein schwules Pärchen mit Tochter, ein lesbisches Pärchen mit zwei Buben. Daran stören sich offensichtlich einige Münchner. Mittlerweile gibt es sogar eine Online-Petition.

Die fordert von der Stadt und ganz direkt von Bürgermeisterin Christine Strobl, das Motiv zu ändern. Denn: "Über drei Viertel der Kinder leben bei beiden leiblichen Eltern", ist auf der dazugehörigen Internetseite zu lesen. "Sie kommen auf dem Motiv gar nicht vor."

"Der Familienpass steht allen Familien offen"

Die Stadt hat deswegen auf die Anschuldigungen, Anfeindungen und Beschimpfungen reagiert, wie Frank Boos sagt. In einer Stellungnahme sagt Sozialreferentin Brigitte Meier: "Den Familienpass bietet die Landeshauptstadt München seit sieben Jahren an. Er steht allen Familien offen. Seitdem wurden auf dem Titelblatt immer wieder verschiedene Familienkonstellationen abgebildet: heterosexuelle Familien, alleinerziehende Mütter und Väter, eine Großmutter mit ihren Enkelkindern."

Das Sozialreferat wolle auf dem Bild des Passes die Vielfalt aller Familienformen thematisieren. "So zeigt das Titelblatt in diesem Jahr gleichgeschlechtliche Paare mit ihren Kindern", sagt Brigitte Meier weiter. "Es handelt sich um reale Münchner Familien, die selbstverständlich ihre Zustimmung zur Veröffentlichung erteilt haben."

"Die Stadt in ihrer ganzen Vielfalt"

Auch Bürgermeisterin Christine Strobl, die das Vorwort zum Münchner Familienpass verfasst hat, schreibt: "Wir wollen, dass sich Kinder und Familien in München wohlfühlen und dass sie die Stadt in ihrer ganzen Vielfalt erleben."

Die Initiatoren der Online-Petition schreiben dagegen: "Das Motiv des Familienpasses erweckt den Eindruck, die Stadt München würde in homosexuellen Gemeinschaften mit Kindern die prototypische Familie sehen. Für viele Menschen ist diese Darstellung eine Provokation."

Am Montag haben über 3000 Menschen unterschrieben. 5000 sollen es nach Ansicht der Initiatoren insgesamt werden.

pak

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