Erfolgreiche Personenkontrollen

Fahndungserfolge bei der Bundespolizei

München - Das neue Jahr ist noch jung - die Bundespolizei kann aber bereits mehrere Fahndungserfolge verzeichnen. In den Münchner Bahnhöfen wurden von den Beamten bereits 14 gesuchte Personen festgenommen.

Der Hauptbahnhof der bayerischen Landeshauptstadt war in den ersten Wochen des neuen Jahres kein gutes Pflaster für Personen, die von Gerichten verurteilt worden waren und ihre Strafen nicht beglichen hatten - dafür sorgten die Einsatzkräfte der Bundespolizei. Auch Personen, die aus unterschiedlichsten Gründen, teilweise auch international zur Fahndung oder Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben sind, wurden bei den Kontrollmaßnahmen entdeckt.

Fahndungserfolge schon in den ersten Januar-Wochen

Straftäter werden von den zuständigen Saatsanwaltschaften zur Fahndung ausgeschrieben - „vollstreckt“ wird die Strafe dann von der Bundespolizei, wenn diese die gesuchten Personen antrifft. Wer eine Geldstrafe nicht begleichen kann, wird zur Verbüßung der Ersatzfreiheitsstrafe den Justizbehörden zugeführt.

Gleich zehn solcher Straftäter konnten im noch jungen Jahr bei Datenabgleichen in München festgestellt werden. Die zehn Verurteilten, darunter zwei deutsche Staatsangehörige und acht Personen ausländischer Nationalität, hatten Geldstrafen in Gesamthöhe von 7.419,47€ nicht den Justizkassen zugeführt. Bei den jeweiligen Strafverfahren handelte es sich um Straftaten wie Hausfriedensbruch, Erschleichen von Leistungen, Diebstahl, Betrug oder diversen Gesetzesverstößen, zum Beispiel gegen das Waffengesetz. In den meisten dieser Fälle konnten die Geldstrafen nicht beglichen werden. 596 Tage Ersatzfreiheitsstrafe in Justizvollzugsanstalten waren den Beschuldigten in Folge dessen angedroht.

In vier weiteren Fällen konnte die Bundespolizei je zwei deutsche und ausländische Staatsangehörige in München antreffen, die per Untersuchungshaftbefehl von Staatsanwaltschaften zur Fahndung ausgeschrieben worden waren.

Gleich elfmal wurden die von den Ausschreibungen Betroffen im Hauptbahnhof, zweimal im Ostbahnhof und einmal am Haltepunkt Laim angetroffen.

Festnahmen am Hauptbahnhof

In drei der jüngsten Fälle konnten einmal Beamte der Bayerischen Landespolizei und zwei andere Male Streifen der Bundespolizei am Dienstag drei Polen am Hauptbahnhof festnehmen:

Gegen 11.35 Uhr am Dienstagvormittag wurde ein 39-jähriger kontrolliert. Der anschließende Datenabgleich erbrachte einen Vollstreckungshaftbefehl wegen Diebstahl. Der Mann hatte eine Geldstrafe von 900 Euro nicht beglichen und muss nun voraussichtlich für die kommenden 60 Tage in Haft.

Wenig später, gegen 13.50 Uhr, wurde ein 52-Jähriger dabei beobachtet, wie er an einem Süßigkeiten-Verkaufsstand im Hauptbahnhof verschiedene Leckereien einsteckte und wegging ohne zu bezahlen. Bei der anschließenden Kontrolle förderte ein Datenabgleich einen Untersuchungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft München I zu Tage - ebenfalls wegen Diebstahl.

Am Abend, gegen 20.40 Uhr, brachte eine Personenkontrolle am Hauptbahnhof eine nicht beglichene Geldstrafe in Höhe von 200 Euro wegen Erschleichen von Leistungen ans Licht.

Alle drei Männer wurden den Justizbehörden überstellt.

Fahndungserfolge am Wochenanfang

Ein gutes Näschen bei Kontrollen ausgesuchter Personen erbrachten Beamte der Münchner Bundespolizei auch bei weiteren Fällen am Dienstag:

Gegen 11.20 Uhr vormittags wurden ein 18-jähriger Libyer und ein 24-jähriger Marokkaner am Rangierbahnhof überprüft. Die genauere Herkunft der beiden ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Sie hatten angegeben, keine Identitätspapiere zu besitzen. Bei einer Fast-ID-Überprüfung konnten die Polizeibeamten herausfinden, dass die beiden Männer bereits in Italien registriert und zur Einreiseverweigerung nach Deutschland notiert waren. Gegen den 24-jährigen Marokkaner lag zudem ein Untersuchungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Essen wegen Totschlags vor. Beide wurden der Landespolizei zur weiteren Sachbearbeitung übergeben.

Bei der Überprüfung eines 28-Jährigem aus dem Kosovo am S-Bahnhaltepunkt Karlsfeld wurde eine italienische Ausschreibung festgestellt. Darin ging es um den Aufenthaltsstatus des Mannes, der sich zuletzt für vier Wochen in Deutschland und davor rund drei Monate in Italien aufgehalten haben soll. Auch der Kosovare wurde der Landespolizei zugeführt.

Bereits am Montagabend waren ein 24-jähriger Tunesier und eine 19-jährige Italienerin gegen 21.30 Uhr im Hauptbahnhof kontrolliert worden. Beide zeigten Zustellungsvollmachten aus Mannheim vor. Dort wird gegen die beiden bereits wegen Erschleichen von Leistungen strafrechtlich ermittelt wird. Aufgrund mehrerer Ungereimtheiten in ihren Angaben brachten die Polizeibeamten die beiden zur Dienststelle. Dort stellte sich schnell heraus, dass sich die zunächst gegenüber den Behörden angegebenen Personalien falsch waren. Der 24-jährige Tunesier wurde bereits in Italien registriert. Er erhielt dort keinen Aufenthaltstitel und soll seit Oktober 2016 abgeschoben werden. Bei der 19-jährigen Italienerin wurde eine italienische Identitätskarte aufgefunden, bei der der Verdacht besteht, dass das Lichtbild ausgetauscht wurde. Beide Personen wurden für weitere Ermittlungen der Landespolizei übergeben. 

Auch das vergangene Wochenende verlief für die Einsatzkräfte der Bundespolizei äußerst arbeitsreich. Rund um den Münchner Hauptbahnhof ereigneten sich gleich mehrere Vorfälle mit randalierenden und streitenden Fahrgästen, es gab mehrere Festnahmen.

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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