Dabei gäbe es eine ganz einfache Lösung

Politiker schlägt Alarm: Hier verschleudert die Stadt täglich Geld

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Anklage: BA-Mitglied Thorsten Appelt ist sauer, weil er Briefe statt E-Mails bekommt.

Thorsten Appelt macht seinem Ärger Luft. Das BA-Mitglied bekommt von der Stadt trotz Verzichtserklärung zahlreiche Briefe zugesendet. Diese würden unnötige Kosten verursachen.

München - „Die Stadt verschleudert unnötig Porto.“ Das sagt Thorsten Appelt (47) vom Bezirks­ausschuss 19 aus dem Münchner Süden. Was den Rechtsanwalt aus der FDP stört: Noch immer schickt die Verwaltung viele Unterlagen per Post zu den Abgeordneten - statt kostenfrei per E-Mail.

„Digitalisierung umsetzen - Kosten senken“. So lautet ein FDP-Antrag, der im BA 19 (Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln) gestellt und mit großer Mehrheit angenommen wurde. Darin fordern die Lokalpolitiker die Abteilungen der Stadt auf, den Postversand an die BA-Mitglieder „endgültig einzustellen“. Natürlich müsse sichergestellt werden, dass die Dokumente vollständig elektronisch zur Verfügung stehen.

Appelt erhält „trotz Verzichtserklärung mindestens zehn Postsendungen im Monat“

Seit Beginn der aktuellen Legislaturperiode können die BA-Mitglieder auf den Postversand verzichten. „Ich persönlich erhalte trotz Verzichtserklärung mindestens zehn Postsendungen im Monat zu je 1,45 Euro“, erklärt Thorsten Appelt. Das seien unnötige Kosten, die sich die Stadt sparen könnte.

Hinzu kommt, dass „fast alle Schriftstücke ohne Rücksicht auf das tatsächliche Volumen als Großbrief für 1,45 beziehungsweise jetzt 1,65 Euro verschickt werden, auch Sendungen mit weniger als vier Blättern“, ärgert sich Appelt. Die Sendungen sind also überfrankiert.

Laut Appelt 268 Euro überflüssige Kosten binnen zehn Tagen

Im Antrag werden die Mengen und die Kosten noch einmal verdeutlicht: „Alleine zwischen 20. und 30. Mai wurden fünf Großbriefe trotz Verzichtserklärung versendet.“ Somit sind nach Appelts Rechnung alleine für die 37 BA-Mitglieder im Münchner Süden 268 Euro überflüssige Kosten entstanden.

Das Sparpotenzial ist groß: Denn aktuell haben die 25 Stadtteil-Parlamente 675 Mitglieder…

Ein 21-Jähriger ist nach einem Volksfestbesuch angegriffen und verletzt worden - nun sendet seine Freundin einen emotionalen Facebook-Aufruf. Gleich zweimal sind Polizisten am Hauptbahnhof brutal attackiert worden. Ein Münchner Gericht hat über einen Adligen geurteilt: Er muss für sein Luxus-Krankenzimmer zahlen.

A. Lindner

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