Die feine Zukunft des Puerto Giesing

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So soll das künftige Geschäftshaus am Tegernseer Platz aussehen

München - Giesing macht sich fein: Am Tegernseer Platz wird derzeit das ehemalige Hertie-Gebäude abgerissen, in dem das Puerto Giesing beheimatet war. Wir zeigen, was daraus werden soll.

Am Tegernseer Platz geben derzeit die Abbruchmaschinen den Ton an. Sie reißen den ehemaligen Hertie ab, der am 8. August 2009 für immer seine Pforten schloss. Das Kaufhaus war nur zwei Jahre lang als Hertie geführt worden, zuvor firmierte es lange als Karstadt.

Der Plattenbau aus den 60er-Jahren war nicht gerade das Schmuckstück im Viertel. In den Monaten zwischen Schließung und Abriss durften sich die Kulturmacher von Puerto Giesing dort mit Konzerten und Ausstellungen austoben.

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Die Abbrucharbeiten sind schon weit gediehen. Der Flachbau, in dem sich das eigentliche Kaufhaus befand, ist schon weg, jetzt kommt der Hochbau mit seinen Büro- und Praxisflächen dran.

Das 2000 Quadratmeter große Grundstück kauften die Immobilienunternehmen Bucher Properties und Development Partner, die dort für 22 Millionen Euro ein neues Geschäftshaus planen. Und so soll es aussehen: In Erd- und Untergeschoss sollen auf 3200 Quadratmetern Einzelhandelsflächen entstehen, im zweiten bis fünften Stock sind Büros geplant. Die Zahl der Auto-Parkplätze wird von bislang 26 auf 13 reduziert. Dafür gibt es künftig 40 Radl-Parkplätze. Der neue Baukörper wird sich im Gegensatz zum Altbau direkt am Tegernseer Platz und an der Ichostraße über sechs Geschosse erheben. An der rückwärtigen Unteren Grasstraße stuft sich die Bebauung ab.

Der Entwurf stammt vom Kölner Architektenbüro Kister Scheithauer Gross. Das Team setzte sich in einem Wettbewerb durch, in dem auch Stadtbaurätin Elisabeth Merk als Jurorin vertreten war. Der Entwurf überzeuge durch die „elegant zurückgehaltene Lochfassadenstruktur“, hieß es.

Johannes Welte

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