Er starb in der Nacht zum Samstag

"Letzte große Party": Gerd Käfer plante seine Beerdigung

München - Gerd Käfer, der Münchner Feinkost-Gastronom, ist tot: In der Nacht zum Samstag starb er an Leberkrebs.

Gastronom Gerd Käfer.

Um 4 Uhr am frühen Samstagmorgen schloss Gerd Käfer für immer die Augen: Der 82-Jährige starb an seinem Leberkrebs-Leiden, wie seine jetzige Frau Uschi Ackermann der tz bestätigt hat.

Sie und Gerd Käfers Sohn Michael waren bis zum Schluss an seiner Seite. Auch seine letzten vier Wochen haben sie an seinem Bett verbracht, zusammen mit einem Palliativ-Team. Gerd Käfer starb zuhause, in seiner Bogenhausener Wohnung und war bis zuletzt ansprechbar.

Die Beerdigung soll voraussichtlich übernächste Woche stattfinden, also Anfang Juni. Gerd Käfer ließ es sich nicht nehmen, diese schon vorher zu planen. Sie soll so ablaufen, wie er es festgelegt hat und "eine letzte große Party" werden, wie seine Frau der tz sagte.

Gerd Käfer erhielt den Bayerischen Verdienstorden

Der Gastronom galt als Münchner Original, zu seinen Gästen zählten neben zahlreichen Stars auch Politiker und Mitglieder von Königshäusern. Im Alter von knapp 20 Jahren übernahm er das Feinkostgeschäft seiner Eltern, 1956 eröffnete er seinen ersten eigenen Laden. Einige Jahre später gründete er einen Party-Service, wurde Wiesnwirt und schrieb mehrere Kochbücher. Er erhielt unter anderem das Bundesverdienstkreuz und den Bayerischen Verdienstorden. 1995 gab er die Geschäftsführung vollständig an seinen Sohn Michael weiter, gründete neue Restaurants und Läden.

Neben seiner Heimatstadt München hatte Käfer auch Wohnsitze in Kitzbühel, Wiesbaden und Sylt. Zusätzlich zu seiner langjährigen Lebensgefährtin und späteren Ehefrau Uschi Ackermann waren auch die gemeinsamen Hunde „Sir Henry“ und „Pussinka“ ständige Begleiter Käfers. Sie waren ebenfalls anwesend, als er starb. „Die Möpse haben geweint“, erzählte Ackermann. Sie hatte die letzten Tage nahezu ununterbrochen an seiner Seite verbracht. Seine Beerdigung hatte Käfer noch zu Lebzeiten geplant - mit Auftritten prominenter Freunde. „Sie soll bunt werden“, sagte Ackermann.

pak/dpa

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