Am Feldmochinger Bahnhof

Bewaffneter stürmt Lottogeschäft - doch mit dieser Reaktion hat er nicht gerechnet

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Dieses Lottogeschäft versuchte der Vermummte auszurauben.

Kurz vor Feierabend stürmte der Räuber mit einer Waffe in der Hand den kleinen Lotto-Laden. Doch der Vater des Geschäftsführers reagiert anders als gedacht.

München - Wer den 69-jährigen Vater von Martin Hopfensberger so anschaut, würde wohl nicht glauben, dass dieser einen Räuber in die Flucht geschlagen hat. Am Mittwochabend gegen 17.40 Uhr, überfiel ein Unbekannter die Lottoannahme der Hopfensberger in der Josef-Frankl-Straße 1 in Feldmoching – kurz vor Ladenschluss. Beute machte der Täter allerdings nicht.

Martin Hopfensberger und sein Vater, der den Räuber in die Flucht schlug.

Für den Überfall verhüllte sich der Räuber mit einem Palästinensertuch bis zu seinem Oberlippenbart. Er hatte eine Schusswaffe in der Hand, als er an die Kasse trat und vom 69-Jährigen Bargeld forderte. „Mein Vater hat erst gemeint, dass alles ein Spaß sei“, sagt Sohn Martin Hopfensberger (33): „Er dachte es sind vielleicht Bekannte, die sonst Zigaretten holen.“

Sein Vater, ein zierlicher Mann mit grauem Haar, Karohemd und ruhiger Stimme, reagierte prompt: Er riss dem Räuber das Palästinensertuch herunter und rief seinem Sohn. Der arbeitet ein paar Meter weiter in einem Reisebüro. Daraufhin rannte der Räuber weg. Am Tag danach arbeitete Papa Hopfensberger schon wieder: „Mir geht’s gut“, sagt er. Ein Polizeisprecher warnt jedoch: „Das ist die schlechteste Reaktion. Wenn jemand eine Waffe oder ein Messer in der Hand hat, sollte man einfach das Geld hergeben.“

Täterbeschreibung der Polizei München

Männlich, ca. 25-30 Jahre alt, ca. 170 - 175 cm groß, schlanke Figur; bekleidet mit grauer Jogginghose, schwarzen Kapuzenpullover, blauer Jacke mit hellem Kragenbesatz, graue Handschuhe, sprach hochdeutsch ohne Dialekt und war maskiert mit einem „Palästinensertuch“.

Video: Einbruch mal anders! Auto als Brechstange benutzt

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Video: Glomex

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