Regelmäßige Verspätungen

Bus-Verbindung: Ludwigsfelder fühlen sich abgehängt

München - Am Rand der Stadt waren sie schon immer. Doch in jüngster Zeit fühlen sich die Ludwigsfelder abgehängt. Die Busverbindung mit der Stadt lässt zu wünschen übrig.

Seit Dezember 2013 verbindet die Linie 172 Dachau und Karlsfeld mit dem Münchner Norden. Auch die Ludwigsfelder profitieren von den interkommunalen Bussen. Die kleine Siedlung liegt westlich von Feldmoching nahe dem Gewerbegebiet MAN/MTU und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer zu erreichen. Es gibt weder U- noch S-Bahnanschluss. Allerdings bedienen drei Hauptbuslinien Ludwigsfeld.

Eine davon ist Nummer 172. Seitdem die Linie jedoch nicht mehr nur bis Feldmoching, sondern weiter bis zur Haltestelle Am Hart führt, um dort das Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ) von BMW anzusteuern, kommt es regelmäßig zu erheblichen Verspätungen von bis zu einer Viertelstunde.

„Im Winter ist das für die Ludwigsfelder eine Katastrophe“, sagt Taissa Jazenko (SPD) vom Bezirksausschuss Feldmoching-Hasenbergl. Sie wohnt selbst in der Siedlung. „Da die Buslinie nur alle 20 bis 60 Minuten verkehrt, sind die Verspätungen für die Fahrgäste eine erhebliche Einschränkung.“ Vor allem bei den derzeitigen Minusgraden.

Der Bezirksausschuss bittet die MVG nun darum, den Grund für die Verzögerungen zu eruieren und diese fortan abzustellen. Entwickelt wurde das neue Konzept für die Linie 172 in Kooperation mit dem MVV und dem Landkreis Dachau. Der Umstieg aufs Auto ist für die meisten Ludwigsfelder keine Alternative. Die Parkplatznot in der Siedlung ist schon seit Jahren ein großes Problem. 

Rubriklistenbild: © dpa

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