Er rutschte ihm vom Finger

Ehering verloren - Firma stellt Müllcontainer auf den Kopf

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In diesem Container verliert Dieter Tesch seinen Ehering.
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In diesem Container verliert Dieter Tesch seinen Ehering.
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Der Fahrer der Firma holt den Container ab, verlädt ihn mit dem Kran auf seinen Lkw.
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Im Vorgarten von Dieter Tesch in Feldmoching wird der Container abgestellt.
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Im Vorgarten von Dieter Tesch in Feldmoching wird der Container abgestellt.
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Jetzt muss sich der Rentner durch 5000 Liter Plastikmüll wühlen, um seinen Schatz wiederzufinden ...

München - 5000 Liter Plastik liegen zwischen Buschhecken und Blumenbeeten. Und mittendrin wühlt sich Dieter Tesch durch den Müll! Der Münchner sucht seinen Ehering. tz klärt auf.

Flaschen, Folien, leere Milchtüten! Der Vorgarten von Dieter Tesch (70) in Feldmoching sieht aus wie eine Müllhalde. 5000 Liter Plastik liegen zwischen Buchshecken und Blumenbeeten. Und mittendrin wühlt sich der Rentner durch den Müll! Wir dürfen das seltsame Bild aufklären: Der Münchner sucht seinen Ehering. Wo ist sein Schatz? Die tz erzählt diese dramatische Liebesgeschichte!

Am Montag gegen 19 Uhr fährt Dieter Tesch mit seinem Auto von einer Besprechung nach Hause. „Als guter Ehemann habe ich den Plastikmüll mitgenommen – und an den Müllcontainern in der Georg-Zech-Allee eingeworfen.“ Da passiert es: Sein Platin-Ehering rutscht ihm vom Finger und fällt in den Container. „Ich konnte gar nicht so schnell schauen, da war er weg!“ Und er bleibt verschwunden. Durch die Öffnung sieht Tesch nur leere Flaschen, alte Wurstpackungen und Tüten – vom Ring keine Spur. Völlig fertig fährt er zur Polizei: „Aber die Beamten konnten leider nichts tun.“ Dabei geht es ihm gar nicht um den materiellen Wert: „Meine Frau und ich haben erst vor kurzem Silberhochzeit gefeiert – ich hänge sehr an dem Ring.“

Mittlerweile ist es zu dunkel zum Suchen. Dieter Tesch fährt nach Hause und ruft die Baucontainer-Firma an, erreicht aber nur den Anrufbeantworter. „Ich hab’ aufs Band gesprochen, und gleich am nächsten Morgen kam der Rückruf.“ Tesch schildert der Firma sein Anliegen. Und tatsächlich: Die Firma erklärt sich bereit, ihm zu helfen! „Weil der Container aber nicht mitten auf der Straße ausgeleert werden konnte, haben sie ihn zu mir nach Hause gebracht“, sagt Tesch.

Ein Fahrer hievt den Container per Kran auf den Lkw, setzt ihn ein paar Kilometer weiter in Teschs Vorgarten ab. Stundenlang wühlt sich der Münchner durch den Müll, dreht jede Flasche und Tüte um: „Der Ring kann ja überall reingerutscht sein. Das ist wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen!“

Die tz bleibt dran, wie die Suche ausgeht und ob er seinen Schatz entdeckt. Eins hat sich Dieter Tesch schon fest vorgenommen: „Wenn ich meinen Ring wiederfinde, lass ich ihn erst mal enger machen.“

Christina Meyer

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