8000 Radfahrer betroffen

Erste Radl-Autobahn Bayerns erschließt Münchner Norden

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So könnte bald der Schnellradweg neben der Ingolstädter Straße aussehen.

Radfahrer sollen am nördlichen Münchner Stadtrand bald freie Fahrt haben. Das geht aus einer Machbarkeitsstudie hervor, die am Mittwoch vorgestellt wurde.

Radfahrer sollen am nördlichen Münchner Stadtrand bald freie Fahrt haben. Ein erster Radschnellweg soll von der Stadtgrenze auf 13 Kilometern nach Garching und Unterschleißheim führen, wie Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann und Münchens Landrat Christoph Göbel (beide CSU) gestern bei der Vorstellung einer Machbarkeitsstudie mitteilten. 

Rund 8000 Radfahrer können in Zukunft von dieser Strecke profitieren, die nach ersten Schätzungen 34 Millionen Euro kosten soll. Die Radler sollen einen Großteil der Strecke auf einem vier Meter breiten Weg in beide Richtungen fahren und auf mehr als 90 Prozent der Strecke durchstrampeln können, ohne anhalten zu müssen. Fahrradfahren sei längst „mehr als ein Hobby“, sagte Herrmann. „Gerade im Ballungsraum ist das Radl eine schnelle und umweltfreundliche Alternative zum Auto geworden“, sagte Herrmann. 

Radverkehrsprogramm Bayern 2025: Jährliche Investitionen von 40 Mio. Euro?

Der Ausbau von Fahrradwegen sei einer von vielen Bausteinen für nachhaltige Mobilität. Bis 2025 will Herrmann mit dem „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“ erreichen, dass 20 Prozent aller Wege in Bayern mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Der Minister will rund 40 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel jährlich in den Erhalt und Ausbau des Radwegenetzes investieren.

Wie wir im September berichteten

, fordert die CSU in einem Antrag auch einen Radschnellweg von der Maxvorstadt zum Olympiapark. So könnten Wohngebiete besser angeschlossen und der öffentliche Nahverkehr entlastet werden.

tz/mm

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