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Der blinde Passagier

Familie sucht verzweifelt ihre Luci - Katze kraxelte wohl in Baulaster

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Am liebsten sonnte sich die kleine Luci (1) am Fenster. Nun wird die Katze seit drei Wochen vermisst.

Vor etwa drei Wochen soll eine schwarze Katze versehentlich in einen Kleinlaster eingestiegen und mit den Mitarbeitern eines Münchner Bauunternehmens davongefahren sein.

Es ist die vielleicht skurrilste Tiergeschichte des Jahres! Vor etwa drei Wochen soll eine schwarze Katze versehentlich in einen Kleinlaster eingestiegen und mit den Mitarbeitern eines Münchner Bauunternehmens davongefahren sein – das vermuten zumindest die Besitzer der kleinen Luci (1). Denn: Mit dem weißen Wagen verschwand am Morgen des 9. Oktober auch die schwarze Katze. „Wir verzweifeln langsam“, sagt Alexandra S. (35), „unsere Luci könnte ja mittlerweile überall sein.“

Es war Liebe auf den ersten Blick, erzählt Alexandra S. Als die Münchnerin ihre Luci zum ersten Mal in den Händen hielt, wollte sie sie gar nicht mehr loslassen. Mittlerweile ist die Katze seit etwa einem Jahr in der Robinienstraße (Lerchenau) daheim. Kurz nach ihrer Geburt hat Alexandra S. ihre Luci chippen und bei Tasso, einem bundesweit organisierten Tierregister, eintragen lassen. „Wäre Luci tot, hätte das Veterinäramt den Chip bereits ausgelesen“, weiß die Münchnerin.

Vermutlich ist die schwarze Katze hier in der Lerchenau in einen weißen Kleinlaster eingestiegen – und verschwunden.

Ihre Luci sei zwar schon immer eine sehr neugierige Dame gewesen, erzählt Alexandra S, „von einem Fremden würde sie sich allerdings niemals hochheben lassen.“ Dass die Katze freiwillig mit jemandem mitgegangen ist, schließt die Münchnerin aus. „Normalerweise kommt Luci spätestens um halb sieben heim.“

Seit etwa einem Jahr wohnte Luci bei Familie S. in der Lerchenau.

Nachdem die Katze aber an vier aufeinanderfolgenden Tagen nicht nach Hause gekommen war, engagierte Alexandra S. einen Suchhund. Der schnüffelte an Lucis Schlafkissen – und schlug an: an eben jenem Parkplatz, an dem der besagte Kleinlaster gestanden hatte. „Die plausibelste Erklärung ist, dass Luci in den Wagen gesprungen und mitgefahren ist“, meint Alexandra S. „Wäre sie nicht eingestiegen, würde sich ihre Spur ja nicht verlieren, sondern zu unserem Haus zurückführen.“

Lucis Spur verliert sich auf einem Parkplatz.

Das Bauunternehmen hält den Verdacht der Münchnerin derweil für „eher unwahrscheinlich“. „Eine Katze wäre unseren Mitarbeitern beim Beladen der Autos mit Sicherheit sofort aufgefallen.“

Um ihre Luci wiederzufinden, hat Alexandra S. nun etliche Baustellen im Umkreis der Lerchenau mit Fahndungsplakaten samt Notfallnummer tapeziert. Die Hinweise, die sie bis jetzt erhalten hat, führten die Münchnerin allerdings lediglich zu einer Handvoll Streunern (siehe unten). Und nun? „Wir werden auf jeden Fall weitersuchen“, sagt Alexandra S. „so lange, bis wir unsre Luci wiederhaben.“

Diese Katze wurde gerettet

Die Suche nach ihrer Luci führte Alexandra S. im Laufe der vergangenen Wochen zu einer Handvoll Streunern. Unter anderem zu jener schwarzen Katze, die sich tagelang in dem Wipfel eines zwanzig Meter hohen Baumes verschanzt hatte. „Die fremde Katze konnten wir retten“, erzählt die Münchnerin, „von unserer schmerzlich vermissten Luci fehlt aber noch immer jede Spur.“ Wer die schmale schwarze Katze gesehen hat, meldet sich bitte unter der Tel. 06190/937300.

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebookseite „Mein Feldmoching/Hasenbergl“.

SB

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