Nach langem Kampf

Feldmoching bekommt sein Gymnasium: Dort soll es stehen

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Endlich hat Feldmoching grünes Licht für den Bau eines Gymnasiums bekommen. 

In Feldmoching soll es endlich ein Gymnasium geben. Voraussichtlich im Sommer 2019 wird eine Pavillonanlage auf dem Lerchenauer Feld im südlichen Feldmoching errichtet. Sie soll den Vorgänger für eine sechszügige weiterführende Schule bilden.

Das Referat für Bildung und Sport (RBS) hat nun erstmals Klartext gesprochen. Schon lange kämpfen Lokalpolitiker aus Feldmoching-Hasenbergl für ein Gymnasium in ihrem Viertel. Hans-Jürgen Stein vom RBS überbrachte dem Bezirksausschuss nun die gute Nachricht. Bereits im kommenden Schuljahr wird es Vorläuferklassen für die lang ersehnte weiterführende Schule geben. Das Gymnasium selbst soll so bald wie möglich in der geplanten neuen Siedlung am Lerchenauer Feld südlich des Feldmochinger Dorfkerns gebaut werden.

Die Vorläuferklassen werden jedoch erst einmal außerhalb des Viertels angesiedelt – in Moosach. Seit dem Umbau des Schulzentrums an der Gerastraße stehen dort Pavillonanlagen. Eine davon soll erhalten bleiben. „Das gibt uns die Möglichkeit, drei Vorläuferklassen zu bilden“, sagte Stein. „Eltern aus Feldmoching-Hasenbergl können ihre Kinder dort einschreiben.“

Die Moosacher Klassen sind nur eine Übergangslösung. Sobald auf dem Lerchenauer Feld Container für eine eigenständige Schule errichtet werden können, voraussichtlich 2019, ziehen die Schüler nach Feldmoching. Langfristig wollen Stadt und Freistaat auf dem 23 Hektar großen Areal westlich der Bahnlinie eine Grundschule und ein sechszügiges Gymnasium mit wohl mathematisch-naturwissenschaftlichem Schwerpunkt bauen. Wo genau die Bildungseinrichtungen hinkommen, muss das Rathaus mit der Bayerischen Hausbau und Concept Bau entscheiden. Ihnen gehört über die Hälfte des zu entwickelnden Grundes.

Elterninitiative „Gym24“: „Wir sind mit den Entwicklungen wirklich zufrieden“

Auch die Elterninitiative „Gym24“ hatte sich für das Gymnasium starkgemacht. „Wir sind mit den Entwicklungen wirklich zufrieden und hätten nicht zu hoffen gewagt, bereits für das kommende Schuljahr Änderungen in diesem Umfang zu erreichen“, sagte Anke Blankenburg-Guist von der Initiative. Der Bezirksausschuss ist hocherfreut. Reinhard Bauer (SPD) kämpfte seit Jahrzehnten für ein Gymnasium: „Wir sehen nun, dass die Bevölkerung den größten Einfluss in dieser Sache hat.“ Feldmoching-Hasenbergl ist einer von nur drei Münchner Bezirken ohne diesen Schultyp.

Neben den Vorgängerklassen in Moosach kann auch das Gymnasium München-Nord in Milbertshofen-Am Hart ab Herbst 2018 Schüler aus Feldmoching-Hasenbergl aufnehmen. Vor Ort wird eine Pavillonanlage aufgestellt. Langfristig soll dort ein Erweiterungsbau entstehen.

Neben der Schule am Lerchenauer Feld plant die Stadt ein weiteres Gymnasium im Stadtbezirk – auf dem Gelände des ehemaligen Virginia-Depots. Die Stadtteilpolitiker wünschen sich dort allerdings eine Berufsschule. Ein Gymnasium so weit im Süden des Bezirks sei für die Schüler schwer zu erreichen. „Das Lerchenauer Feld muss absolute Priorität haben“, sagte BA-Chef Markus Auerbach (SPD). Auch warnt er die Stadt davor, von der jetzigen Nachfrage im Bezirk auf den künftigen Bedarf nach Gymnasiumsplätzen zu schließen. In Feldmoching und im Hasenbergl entstünden zahlreiche neue Wohnungen. „Ist das Angebot erst mal da, wird es auch angenommen. Vor allem die ärmeren Bewohner werden ein Gymnasium vor Ort schätzen, weil die Fahrkosten deutlich geringer sind.“

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Kommentare

Hoamat
(0)(0)

Warum denn immer nur Gymnasium? Wo ist denn die nächste Realschule in Feldmoching? Da sieht es düster aus.....