Die Zukunft in den Stadtteilen

Feldmoching-Hasenbergl: Bauernaufstand gegen Megabau

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Protest gegen die SEM: der „Bauernaufstand von Feldmoching“ hat sich geballt formiert.

Viele wichtige Projekte in Feldmoching-Hasenbergl ziehen sich schon Jahre hin und kommen über die Planung nicht hinaus. Das ändert sich 2018 nur bedingt. Fortschritte machen eher kleinere Vorhaben.

Die Zahlen sind schwindelerregend: Bis Ende 2030 wird die Einwohnerzahl Münchens auf 1,8 Millionen ansteigen. Jährlich wächst die Stadt um fast 14.000 Einwohner. Und München soll ja nicht nur größer, sondern auch schöner werden, damit die Lebensqualität erhalten bleibt. Doch was bedeutet das für die Stadtteile? In unserer neuen Serie blicken wir in die Zukunft der 25 Stadtbezirke. Das bringt 2018 den Münchnern - von Aubing bis Riem und von Solln bis nach Freimann.

Feldmoching-Hasenbergl: SEM, Bahnhof Fasanerie und neue Wohnquartiere

Die „städtebauliche Entwicklungsmaßnahme“ Das große Aufregerthema des Jahres 2017 wird auch heuer für viel Gesprächsstoff sorgen: die vom Rathaus ins Spiel gebrachte städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM) für ein bis zu 900 Hektar großes Areal, das an Ludwigsfeld, Feldmoching und die Fasanerie grenzt. Der Protest dagegen, der „Bauernaufstand von Feldmoching“, hat sich formiert. Ob mit vorbereitenden Untersuchungen begonnen werden soll, das ist noch nicht beschlossen. „Da muss der Stadtrat heuer eine Entscheidung treffen“, sagt Rainer Großmann (CSU), stellvertretender Vorsitzender des Bezirksausschusses (siehe auch rechts). 

Feldmochinger Kurve Gefürchtet ist auch die Wiederbelebung dieses brachliegenden Bahngleises in der Lerchenau für den Güterverkehr. Das Planungsreferat will dem Stadtrat im ersten Quartal eine Beschlussvorlage zur sogenannten Feldmochinger Kurve präsentieren. 

Bahnhof Fasanerie Um den drohenden Verkehrsinfarkt im Münchner Norden abzuwenden, müssen die S-Bahngleise an der Feldmochinger Straße untertunnelt werden. Großmann geht davon aus, dass das Baureferat im Lauf des Jahres konkretere Pläne vorlegen wird. Die Stadt befindet sich derzeit in Abstimmungen mit der Bahn. 

Kriegerdenkmal Das Kriegerdenkmal in der Fasanerie wird heuer umgesetzt - von einem Privatgrundstück auf ein städtisches Areal neben der Kirche St. Christoph. Dort kann es auch nach dem Bahnhofsumbau bleiben. Der jetzige Standort zwischen lauter Gebrauchtwagen war dem Heimat- und Kameradschaftsverein Fasanerie-Nord ein Dorn im Auge. 

Siedlung Bergwachtstraße Neuer Wohnraum im Münchner Norden: Das Plaungsreferat will heuer den Eckdatenbeschluss für die Siedlung an der Bergwachtstraße vorlegen. Dort soll auch das vom BA geforderte Gymnasium entstehen. Erste vorbereitende Schulpavillons können aber frühestens 2019 in der Nähe des Gymnasiums München-Nord im Nachbarbezirk Milbertshofen-Am Hart aufgestellt werden. Außerdem prüft das Schulreferat, ob Pavillons an der Bergwachtstraße möglich sind. 

Wohnquartier an der Hochmuttingerstraße Schon 2016 wurden die Ergebnisse des städtebaulichen Wettbewerbs verkündet. Der Siegerentwurf wird noch überarbeitet. Der BA rechnet damit, dass das Resultat heuer vorliegt. Außerdem erwartet das Gremium, dass endlich die Machbarkeitsstudie für den Tunnel zwischen der A 99 und der Schleißheimerstraße auf den Weg gebracht werden kann. 

Katrin Hildebrand/Joanna Möst

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