2 Leit, 25 Joah, 100 % Musi

Feldmochinger Zwoagsang griang Kulturpreis vo da Stod

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D Betz Helga und da Holz Gerhard im Feldmochinger Hof.

Minga - Jetz, moanat ma oiwei, waar a Glückwunsch-Liadl fällig. Da Feldmochinga Zwoa­gsang – oiso d Betz Helga (61) und da Holz Gerhard (68) – ham am Freidogomd im oidn Rathaus a Auszeichnung vo da Stod griagt.

Seit 25 Joah machan sa se um d Volkskultur vadient. D Helga sogt: „Mia gfrein uns – des is a Ehre fia uns.“ Und da Gerhard findt: „In gewissa Weise samma aa Botschafta vo da bairischn Sprach und vom Brauchtum.“ Des olles ganz unvakrampft, weil ja da Dialekt mit de Liada (praktisch ois Nebnwirkung) automatisch mit dabei is …

Wia oft sie scho mitanand auftretn san, kenna d Helga und da Gerhard säiba gor net song. Aba in am normaln Joah kemman schon 50 Auftritte zamm. Des is a bunte Mischung, ko vo a privatn Einladung üba an Musik-Omd bis hin zu a großn offizielln Veranstaltung mit Bundestags-Abgeordnete geh (wia zum Beispui im Kastn rechts). Genauso bunt is as Repertoire. Da Gerhard sogt: „Do ghern Wirtshaus-Liadl und Couplets dazua, religiöse Stückl und Liada ­passnd zum Jahreslauf.“ Ois oa kloans Beispui zoangma in da Mittn an typischn Vierzeila ausm Programm vom Zwoagsang. A Gaudi hoit.

Dass se d Helga und da Gerhard übahaupt kennaglernt ham, war a Zufall. Sie warn beide bei da Geburtsdogsfeia von am gemeinsama Bekanntn eiglon. Do hams fias Geburtsdogskind a Standl gsunga und gmerkt: Des hot ganz guad do. Oiso hams einfach mitanand weidagsunga … Und san mit da Zeit bekannt worn. Mittlaweile spuins zum Beispui aa beim Brunnafest am Viktualienmarkt.

Im Ausland warns aa scho mit ihra Musi, zum Beispui in Frankreich. Genaua gsogt in Cheroy südlich vo Paris. Des is nämlich d Partnerstod vo Höhenkirchen-Siegertsbrunn – und de woitn ­fiar a Feia unbedingt a bairische Gruppn ham. Da Gerhard ko se no ­guad erinnan. Er sogt: „De Leit ham zwar logischaweise nix vastandn, sie warn aba trotzdem begeistat vom Klang.“ Na bassts ja.

Und: Es werd aa in Zukunft bassn – weil d Helga und da Gerhard net ans Aufhean denga. Sie song: „Aso wia jetz kannts weidageh.“

Aso war des in Berlin

Hmmm … Ois Urbayer in ­Berlin ko ma se fast vorkemma wiar a Chinäs. Koana vastäht oan. Da Betz Helga und am Holz Gerhard is ­jednfois aso ganga, wias amoi in da bayerischn Vatretung eiglon warn. Da Gerhard sogt: „Do warn ungefähr 600 Leit do und ham zuaghert, wia ma de Heilige Nacht, an Jodler und a andas Liad gspuit ham. Vui vo dene Leit war Berliner Publikum, des hoaßt dialekt-unkundig. De ham na vui vo dem, wos mia gsunga ham, gor net vastandn, jednfois net im Detail.“ Aba, immahin: „Da Zusammenhang war klar.“ Vastäht sich – da Advent is ja koa rein-bayrischs Phänomen … Sie kenna se do aba gern aa säiba a Buidl macha: A Heilige Nacht mitm Holz Gerhard gibts am 7. Dezemba in da Evangelischn Dankeskirch in Milbertshofen. Und scho davor, nämlich am nächstn Donnasdog, gibts an Omd ­untam Motto Boarisch gredt, gsunga und gspuit im Feldmochinger Hof.

hei

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