Koks! Münchner Promi-Wirt muss vor Gericht

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Dieses Foto entstand bei der Party nach der Razzia. Mit dem gelben Kreis markiert: Hugo Bachmaier

München - Die Kokain-Razzia vom vergangenen Juli: Jetzt hat sie juristische Folgen. Szene-Wirt Hugo Bachmaier muss vor Gericht. Der 54-Jährige hat dafür kein Verständnis. 

Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch sagte der tz: „Die Staatsanwaltschaft hatte einen Strafbefehl wegen vorsätzlichen unerlaubten Erwerbs von Betäubungsmitteln beantragt.“ Nach tz-Informationen sollte die Strafe 18 000 Euro betragen. Das Gericht hat diesen Strafbefehl allerdings nicht erlassen, sondern stattdessen gleich eine Verhandlung anberaumt – Termin ist der 16. April.

Bei der Razzia hatten zwei Dutzend Polizisten das Lokal Bachmaier Hofbräu in der Leopoldstraße durchsucht. Zeitgleich gab es einen Zugriff in Bachmaiers Wohnung in Feldmoching. Laut Polizei-Angaben wurden in dieser Wohnung geringe Mengen Drogen gefunden. Bachmaier bestritt seine Schuld, sagte über den Fund: „Das mag schon sein, aber es wurde nicht bei mir, sondern an einer Bekannten gefunden, die das bei sich trug.“ Und: „Schau ich so aus, als würd’ ich bei mir was lagern? Da müsste ich ja wahnsinnig sein!“

Jetzt, im Hinblick auf den Prozess, sagt Bachmaier: „Ich weiß gar nicht, warum es überhaupt eine Verhandlung gibt.“ Immerhin habe die Richterin den Erlass des Strafbefehls abgelehnt. Allerdings: Ein Gericht kann sich unter anderem auch dann für Verhandlung statt Strafbefehl entscheiden, wenn sich abzeichnet, dass der Beschuldigte diesen Strafbefehl ohnehin nicht akzeptieren wird …

Bachmaier hatte übrigens direkt nach der Razzia und der erkennungsdienstlichen Behandlung bei einer Party weitergefeiert. Folgt jetzt mit einigen Monaten Verzögerung der große Kater?

tz

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