Augenzeugin: "Großer Aufruhr in der Straße"

Großeinsatz in Bus: Männer hatten tatsächlich Waffen

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München - Nach dem Großeinsatz in Feldmoching hat die Polizei weitere Details bekanntgegeben. Demnach waren die Männer in dem Bus tatsächlich bewaffnet.

In Feldmoching ist es am Samstag zu einem Großeinsatz gekommen - verschuldet durch einen verdächtig aussehenden Mann, der mit einem Koffer in der Hand in einen Linienbus eingestiegen ist. Besorgte Bürger alarmierten die Beamten, die mit einer Hundertschaft anrückten.

Am Sonntag gab die Polizei weitere Details bekannt: Demnach habe ein Zeuge gemeldet, der Mann sei in Tarnkleidung, mit einer Munitionsweste und mit einem Waffenholster am Bein, in dem sich eine Schusswaffe befände, an einer Haltestelle in der Lerchenauer Straße in einen Linienbus eingestiegen. Mehrere Streifen der Münchner Polizei machten sich auf die Suche und konnten danach in der Josef-Frankl-Straße einen Bus anhalten, in dem sich der beschriebene Mann mit Tarnkleidung aufhielt. In dem Bus befanden sich nur wenige Fahrgäste.

Männer trugen Messer mit sich

Der Mann in Tarnkleidung war nicht alleine: Begleitet wurde der 22-Jährige von zwei weiteren Münchnern (21 und 22 Jahre). Die drei führten einen Koffer mit sich, in dem sich noch drei weitere Softairwaffen befanden. Dabei handelt es sich um Druckluftwaffen, die taktische Geländespiele benutzt werden. Die beiden Männer wurden aus dem Bus gebracht, durchsucht und ihre Identitäten festgestellt.

Die beiden Begleiter führten wirkliche Waffen bei sich: Die Beamten fanden bei ihnen Einhandmesser. Diese wurden ebenso beschlagnahmt wie die Softairwaffen. Die drei Personen wurden wegen Ordnungswidrigkeiten nach dem Waffengesetz angezeigt und nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Sie gaben an, dass sie zu einem so genannten Cosplay-Treffen fahren wollten, bei dem sich die Besucher als Fantasy-Figur verkleiden.

Augenzeugin: "Es war alles voller Polizeifahrzeuge"

Eine Augenzeugin des Vorfalls berichtete von "einem großen Aufruhr in der Straße". Kurzzeitig habe sich sogar ein Stau gebildet. "Es war alles voller Polizeifahrzeuge", sagte die Frau gegenüber unserer Online-Redaktion. "Der mutmaßliche Täter wurde dann in Handschellen abgeführt." 

Großeinsatz in Feldmoching: Die Bilder

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ole/lin/dpa

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