Neues Quartier in Feldmoching

Baupläne an Hochmuttingerstraße kommen schlecht an

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Vision an der Hochmuttingerstraße: Blick in eine Wohngasse.

München - Die Feldmochinger diskutieren Entwürfe für das neue Wohngebiet: Es gibt Kritik an der Höhe und der modernen Architektur an sich.

Feldmoching wächst. Nicht nur im Süden rund um die Bergwachtstraße und im Osten an der Ratoldstraße, sondern auch im Norden. Das neue Viertel an der Hochmuttinger- und Herbergstraße soll etwa 600 Wohnungen umfassen. Der erste Preis des städtebaulichen Wettbewerbs für die Siedlung wurde nun öffentlich vorgestellt und diskutiert.

Ausgelobt hatten ihn die Wohnbaugesellschaften Demos, HI und Wowobau in enger Kooperation mit der Landeshauptstadt und dem örtlichen Bezirksausschuss (BA). Der siegreiche Entwurf stammt von den Züricher Architekten Ammann Albers und den Münchner Landschaftsarchitekten Burkhardt und Engelmayer. Bei der Präsentation des Konzepts stieß unter anderem die Höhe des markantesten Gebäudes, eines Hauses mit sechs Vollgeschossen, auf Kritik der Anwohner. Die übrigen Wohnbauten pendeln meist zwischen drei und vier Etagen, einige wenige sind fünfstöckig.

Auch die Architektur eines geplanten Quartierstreffs nahe der Grünanlagen an der Herbergstraße kommt nicht gut an. Die moderne Gestaltung des Baus passe nicht zu den umliegenden Satteldachhäusern. Grundsätzlich befürwortet der BA jedoch ein solches Gebäude, das Raum für größere Veranstaltungen bieten könnte.

Neu hinzukommen sollen auch zwei Kindertagesstätten. Eine davon wird in eine langgezogene fünfgeschossige Wohn- und Ladenzeile integriert. Der Standort der zweiten Kita wurde von den Bürgern bemängelt. Diese Kita und ihre großzügige Außenanlage würden ein benachbartes Wohnhaus geradezu umringen. Daher sollte die Einrichtung weiter nach Osten in Richtung Spiel- und Bolzplatz verschoben werden. Eine Schule ist für das Wohngebiet nicht vorgesehen. Viele Bewohner hoffen nun darauf, dass dafür im Süden, im geplanten Neubaugebiet bei der Bergwachtstraße, eine Grundschule entsteht. Der BA fordert das mit Vehemenz.

Sorgen machen sich die Bürger auch um den Verkehr. Viele aus dem nordwestlichen Umland Münchens kommende Mitarbeiter des BMW-Forschungs- und Innovationszentrums in Milbertshofen-Am Hart nutzen zur Anfahrt bereits jetzt Schleichwege durch Wohngebiete in Feldmoching, am Hasenbergl, in der Fasanerie und Lerchenau. Einen Tunnel zwischen Schleißheimer Straße und A99 halten viele Anwohner daher für unabdingbar, um den Verkehr aus den neuen und alten Siedlungen herauszuhalten.

hil

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