Pfeil ins Chaos

Was bedeutet dieses Schild in der Lerchenau?

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Wie jetzt? Muss man zur Lassallestraße nacht rechts? Oder geradeaus? 

Schilder-Falle in der Lerchenau: Ein verwirrender Wegweiser an der Wilhelmine-Reichhard-Straße lässt Lastwagen-Fahrer im Wohngebiet verzweifeln. Wie kommt man denn nun zur Lassallestraße?

München - Ein springendes Reh für Wildwechsel, ein großes STOP für Stopp. Diese Schilder versteht jeder – auch wenn sie mancher geflissentlich übersieht. Doch nicht alle Verkehrszeichen erschließen sich in ihrer Bedeutung so leicht. In der Lerchenau lockt seit zwei Jahren ein weißes Rechteck ortsfremde Lastwagen-Fahrer in die Falle. Der örtliche Bezirksausschuss will die Irrfahrten nun endlich stoppen lassen.

Pfeil ins Chaos

Der verführerische Wegweiser steht an der Wilhelmine-Reichard-Straße, kurz vor der Abzweigung in die Schittgablerstraße. „Keine Durchfahrt zur Lassallestraße“ ist darauf zu lesen. Darunter ein sich nach rechts krümmender Pfeil. Was das bedeuten soll? Na klar, einfach nach rechts abbiegen, oder? Das zumindest denken viele Lenker großer Transporter, die eigentlich auf das Gelände der Firma Scherm Logistik wollen, das aber nicht rechts, sondern geradeaus in der Wilhelmine-Reichard-Straße liegt. „Die Burschen tun mir immer so leid“, sagt Anwohnerin Doris Ledermann. Bei ihr sind schon zahlreiche Brummi-Fahrer gestrandet, die dem Pfeil nach rechts folgten – und in der Schittgablerstraße ins Chaos gerieten. Diese war früher eine Durchfahrtsstraße, ist aber seit einiger Zeit eine Sackgasse. Zur Lassallestraße gelangen dort nur noch Radler. Für Lastzüge dagegen ist die Schittgablerstraße eine Falle. „Mein Mann und ich, wir haben schon viele von ihnen wieder rausgelotst“, erzählt Ledermann. Meist müssen die Lastwagen-Fahrer den ganzen Weg im Rückwärtsgang wieder zurückrangieren. „Wenn die aber noch einen Anhänger haben, dann geht das oft nicht. Und dann werden Ausweichrouten durch kleine Seitenstraßen gesucht. Und dann rangieren die Sattelzügen höchst aufwendig schon mal durch den winzigen Löwenzahnweg oder Am Haselnussstrauch vorbei, wo die Ledermanns wohnen.

Bezirksausschuss will einschreiten

Damit das endlich ein Ende hat, will sich der Bezirksausschuss Feldmoching-Hasenbergl bei der Stadt für eine Änderung des Schildes einsetzen – der Pfeil nach rechts könnte zum Beispiel in einen Geradeauspfeil geändert werden. BA-Mitglied Christian Zöller (CSU) kann über den gegenwärtigen Zustand des Schildes nur den Kopf schütteln. „Das ist so, als würden im Restaurant auf der Speisekarte Gerichte stehen, die es gar nicht gibt.“

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebookseite „Mein Feldmoching/Hasenbergl – mein Viertel“.

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